Dormagen: Polizei warnt Bürger vor falschen Wasserwerkern in Dormagen

Dormagen : Polizei warnt Bürger vor falschen Wasserwerkern in Dormagen

Wohnungsinhaberin in der Straße "Im Grunewald" vermisst Bargeld und Schmuck. Besucher hatte wohl einen Komplizen.

In Dormagen sind Betrüger unterwegs, die sich fälschlicherweise als Wasserwerker ausgeben. Das berichtet die Polizei. Eine Anwohnerin der Straße "Im Grunewald" habe am Mittwoch zwischen 15 Uhr und 15.15 Uhr einen Mann in ihre Wohnung gelassen, der sich als Mitarbeiter der Wasserwerke ausgab. Der Unbekannte habe der Wohnungsinhaberin erzählt, dass es zu einem Fehler bei Bauarbeiten gekommen sei und nun die Wasserleitungen in ihrem Haus defekt seien. Die Hauptleitung müsse abgedreht werden. Die beiden seien dann in den Keller gegangen, berichtet die Polizei. Als der angebliche Wasserwerker mitteilte, dass der Schaden behoben sei und das Haus verlassen wollte, stellte die Frau fest, dass die Haustür nicht verschlossen war. Wenig später bemerkte sie den Diebstahl von Bargeld und Schmuck. Der mutmaßliche Mittäter des Besuchers wurde nicht gesehen.

Der angebliche Wasserwerker wird wie folgt beschrieben: ungefähr 25 bis 30 Jahre alt, 1,80 bis 1,85 Meter groß und von athletischer Statur. Er hatte kurze, mittelblonde Haare. Der Täter trug normale Straßenkleidung und sprach aktzentfreies Deutsch. Wer in diesem Zusammenhang verdächtige Personen oder Fahrzeuge in Tatortnähe beobachtet hat, wird gebeten, sich unter 02131 300-0 mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Im Zusammenhang mit dem aktuellen Fall in Dormagen warnt die Polizei: "Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Einem Betrüger sind seine finsteren Absichten in den seltensten Fällen anzusehen. Die Täter treten in ganz unterschiedlichen Rollen auf: Mal geben sie sich als seriös gekleideter Geschäftsmann aus, mal werden sie als Handwerker in Arbeitskleidung, als Hilfsbedürftiger oder sogar als angebliche Amtsperson vorstellig." Um ans Ziel zu gelangen, überraschten die Täter immer wieder durch Ideenreichtum. Bei aktuellen verdächtigen Beobachtungen sollte sofort die 110 gewählt werden.

(NGZ)
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