Dormagen: Politiker stimmen für Sportplatz in Straberg

Dormagen : Politiker stimmen für Sportplatz in Straberg

Gestern setzten die Mitglieder des KSD-Betriebsausschusses ein Zeichen für die Verwirklichung des Kunstrasenplatzes Straberg. CDU, FDP, Grüne und BfD stimmten dem Sport-Budget für 2013 zu.

Die Jamaika-Koalition hat gehalten: Gemeinsam stimmten die Vertreter von CDU, FDP und Grüne gestern für den Wirtschaftsplan 2013 für Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen in Dormagen. Da die BfD dafür- und die SPD dagegenstimmte, hat der Betriebsausschuss des Kultur- und Sportbetriebes Dormagen (KSD) dem Rat mit 7:3 Stimmen empfohlen, das Sport-Budget so zu beschließen. Darin enthalten sind jeweils 379 000 Euro für 2013 und 2014 – der Betrag, der für den Bau der neuen Sportanlage des FC Straberg veranschlagt worden ist. Nun entscheidet der Rat am Dienstag, 11. Dezember.

Reinhard Hauschild betonte für die CDU: "Es ist wichtig, mit der Zustimmung für den Entwurf Rahmendaten zu setzen, mit denen die Verwaltung weiter arbeiten kann." "Wir schließen uns diesen Rahmenbedingungen an", erklärte Grünen-Vertreterin Heike Grosser, dass es nur um das Budget, nicht um den Inhalt gegangen sei. In der vorigen Woche hatten die Grünen die Jamaika-Koalition in Gefahr gebracht, weil sie angekündigt hatten, gegen den Sportplatz Straberg zu stimmen. Als Grund hatten sie die schwierige Haushaltslage der Stadt und die demografische Entwicklung angegeben sowie weitere Gespräche angekündigt, unter anderem mit Wilhelm Meller, dem Vorsitzenden des Trägervereins des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden (NGK), das Sport-Schule NRW werden will und seine Sportanlage erweitern möchte.

Beide Projekte in Straberg und Knechtsteden seien unabhängig voneinander, betonte Hauschild. Der Vorsitzende der FDP-Fraktion, Karlheinz Meyer, sieht Bedarf für mehrere wettkampftaugliche Umlaufbahnen in Dormagen. "Eine mögliche Erweiterung des NGK ist für uns kein KO-Kriterium für Straberg", erklärte er: "Wir würden bürgerschaftliches Engagement enttäuschen und viel Vertrauen verlieren, wenn wir das Angebot der Straberger Sportler nicht annehmen würden." Der FC Straberg beteiligt sich mit 100 000 Euro an den Kosten.

Es werde deutlich, dass ein Sportstättenkonzept überfällig sei, um Klarheit für alle Vereine zu schaffen, forderte Meyer: "Wir müssen unsere Sport-Infrastruktur für die Zukunft fit machen." Dazu gehörten moderne Sportanlagen, so Meyer: "Indem sich die Vereine an den Betriebskosten beteiligen, entlasten sie auf Dauer auch den Haushalt der Stadt. Das muss unser Zukunftsmodell sein."

Für die SPD hatte Detlev Zenk, Vorsitzender des Sportausschusses, gestern im KSD-Gremium noch einmal angeregt, zuerst alle Beteiligten aus Verwaltung, Politik, Straberg und Knechtsteden an einen Runden Tisch zu holen, um Kooperationen auszuloten: "Das halte ich nach wie vor für wichtig", sagte Zenk, der dem Projekt des FC Straberg positiv gegenüber steht: "Es sind nur nicht alle Argumente ausreichend gewürdigt worden."

(NGZ)
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