1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Politik und Verwaltung einig

Dormagen : Politik und Verwaltung einig

Dormagen zeigt Flagge: Quer durch alle Parteien und Vertreter im Jugendhilfeausschuss herrschte gestern Einigkeit bei der Kritik am "bürokratischen Monster" – gemeint ist das von Dezernent Gerd Trzeszkowski als solches titulierte Bildungs- und Teilhabepaket.

Dormagen zeigt Flagge: Quer durch alle Parteien und Vertreter im Jugendhilfeausschuss herrschte gestern Einigkeit bei der Kritik am "bürokratischen Monster" — gemeint ist das von Dezernent Gerd Trzeszkowski als solches titulierte Bildungs- und Teilhabepaket.

Dass die Antragstellung "nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben, und dass es nicht händelbar ist", wie Detlev Zenk von der SPD im Betriebsausschuss des Kultur- und Sportbetriebs anmerkte, war ebenso Konsens wie die Feststellung, dass kleinere Vereine den großen Aufwand auch auf der Anbieterseite scheuen — das sei für Ehrenamtler nicht zu leisten, so Zenk.

Die SPD wünscht generell eine Verlagerung der Zuständigkeit auf die Stadt, wobei der Rhein-Kreis mitspielen müsste. Deshalb wurde auf Vorschlag von Reinhard Hauschild (CDU) der Beschluss gefasst, dass die Politik die Verwaltung bei künftigen Versuchen unterstützt, den Kreis umzustimmen. Der hat sich bisher nicht bewegt in dieser Frage, weshalb nun weitere Kommunen mit ins Boot geholt werden sollen, um den Druck zu erhöhen.

Dass sich die Sozialkosten für die Stadt dadurch reduzieren könnten, dass bisherige Familienpass-Vergünstigungen durch vom Bildungs- und Teilhabepaket finanzierte Leistungen ersetzt werden, tröstete niemanden — zu desaströs ist die bisherige Bilanz bei der Zahl der Anträge auf Teilhabe und Bildung.

(NGZ)