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Dormagen: Politik stützt das Projekt Wasserskianlage

Dormagen : Politik stützt das Projekt Wasserskianlage

Mit großer Zustimmung reagieren die beiden großen Fraktionen, CDU und SPD, auf die Wasserskianlage, die zwei Kölner im nächsten Monat am "Strabi" eröffnen wollen. André Heryschek (CDU) prophezeit das Interesse weiterer Investoren.

Auf positive Resonanz stößt das Vorhaben des Kölner Investors Markus Haarmann, im nächsten Monat auf dem Straberg-Nievenheimer See eine mobile Wasserskianlage eröffnen zu wollen. "Ich freue mich, dass ein solches Projekt endlich realisiert wird", sagt André Heryschek, Parteivorsitzender der CDU und Ratsmitglied. "Eine solche Anlage kann die Attraktivität der Stadt nur steigern", sagt Bernhard Schmitt, Fraktionsvorsitzender der SPD. "Eine gute Sache, gerade für jüngere Leute, für die es in der Stadt ja nicht so viele Angebote gibt."

So ist es geplant: Die Grafik zeigt, wo die einzelnen Elemente stehen werden – vom Sanitär-Container bis zu den beiden Startrampen. Foto: kolarbau

Mit einer Gesamtinvestition von rund 250 000 Euro will der 40-jährige Haarmann gemeinsam mit einem Partner, der im Hintergrund agiert, zunächst zwei mobile Anlagen errichten. An ihnen können Wasserski-Begeisterte zwei jeweils 110 und 156 Meter lange Strecken hin und zurück fahren. Das ist jedoch nur der Beginn von weiteren Investitionen, die das wassersportbegeisterte Duo aus Köln in Dormagen tätigen will. Bereits im kommenden Jahr soll eine Anlage mit einem Rundkurs, wie man es aus Langenfeld kennt, eröffnet werden. Geplant ist sogar eine zweite Anlage. "Der Bedarf ist vorhanden", sagt Haarmann, "das wird auch beim Langenfelder Betreiber so gesehen, der sich darüber freut, dass wir dieses Projekt angehen. Denn er kann nicht immer alle Nachfrage befriedigen." Sehr angetan ist das Investor-Duo von der Zusammenarbeit mit den Kreiswerken Grevenbroich, denen das Areal gehört, und dem Rhein-Kreis Neuss als Genehmigungsbehörde. "Sie haben sich von Beginn an sehr offen gegenüber dem Projekt gezeigt", so Haarmann. Er bekräftigt mit Nachdruck die Ernsthaftigkeit, "hier in Dormagen etwas Dauerhaftes" aufbauen zu wollen. Als eine wichtige Zielgruppe werden Schüler angesehen. Kurse und Arbeitsgemeinschaften sollen am "Strabi" künftig auf die Skier oder das Wakeboard steigen. Partys wird es dort übrigens nicht geben.

CDU-Parteichef Heryschek erinnert daran, dass Partei, Fraktion und Bürgermeister auf einer Pressekonferenz vor zwei Jahren sich dafür ausgesprochen haben, dass der Straberg-Nievenheimer See zu einem Naherholungs- und Freizeitgebiet weiterentwickelt wird. "Ich glaube, dass die Wasserskianlage weitere Investoren anziehen wird", sagt Heryschek. Vielleicht geht es dann sogar um den Betrieb eines Hotels oder eines Hallenbades. Für Heryschek ist das jetzige Projekt "auch ein Erfolg des Bürgermeisters". Seine Ratskollegin Margret Steiner, zu deren Wahlkreis Straberg gehört, befürwortet auch die neue Sportanlage. Sie erwartet dabei, dass den Belangen der Schwimmer Rechnung getragen wird. Ebenso müsse die Infrastruktur verbessert werden: "Die Straße am Straberger See ist nur ein Wirtschaftsweg." Auch müssten mehr Parkplätze angelegt werden.

Der Sportverband Dormagen sieht der neuen Anlage mit großer Freude entgegen: "Das ist positiv für die Stadt und positiv für ihre Sportler", sagt der zweite Vorsitzende Swen Möser. "Eine solche Anlage bringt den Ruf von Dormagen als Sportstadt weiter nach vorne. Ich hoffe, dass die Sportler dieses tolle Angebot auch nutzen werden."

(NGZ)