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Politik in Dormagen: SPD will Verkehrsberuhigung für Neckar- und Siegstraße

Politik in Dormagen : SPD will Verkehrsberuhigung für Neckar- und Siegstraße

Immer wieder beschweren sich Anwohner in ganz Dormagen darüber, dass auf ihren Straßen zu schnell gefahren wird und sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten wird.

So auch in Hackenbroich, wo das Wohngebiet um Sieg-, Neckar- und Aggerstraße als verkehrsberuhigte Zone mit Tempo 30 ausgeschildert ist. In der Praxis wird dieses Tempolimit aber oft missachtet, wie SPD-Ratsfrau Sonja Kockartz-Müller schon oft selbst beobachtet hat: „Die Straßen verführen durch ihre Breite und eine gute Übersichtlichkeit zum schnellen Fahren. Rechts und links der Straßen gibt es viele Parkbereiche, oder es wird am Bürgersteig geparkt. Die vielen dort spielenden Kinder sind damit einer ständigen Gefahr ausgesetzt, da sie besonders beim schnelleren Vorbeifahren leicht übersehen werden können.“

Kockartz-Müller sieht als Lösung für dieses Problem die bauliche Umgestaltung der Neckar- und Siegstraße: „Durch Verengungen beispielsweise mit Blumenkübeln oder durch Aufpflasterungen der Fahrbahn mit so genannten Krefelder Kissen werden Autofahrer auf die Gefahrenstellen aufmerksam gemacht, und die Geschwindigkeitsbeschränkung kann besser umgesetzt werden.“

Ein weiteres Problem stellen – meist jugendliche – Raser dar, die die gut ausgebauten ringförmigen Straßen als Rennstrecke missbrauchen und dabei Fußgänger, besonders Kinder, gefährden. Auch das könnte man durch bauliche „Schikanen“ unterbinden, da das Gebiet für Raser uninteressant wird.

SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Behncke möchte die Idee umsetzen: „Wenn durch so einfache bauliche Maßnahmen die Verkehrssicherheit deutlich verbessert werden kann, dann sollten wir das auch tun.“ Die SPD habe daher den Antrag gestellt, die beiden Straßen so umzugestalten, dass „eine echte Verkehrsberuhigung im Wohngebiet möglich wird“.

(cw-)