1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Politik in Dormagen: SPD diskutiert mit Bürgern die Zukunft der Schulen

Politik in Dormagen : SPD diskutiert mit Bürgern die Zukunft der Schulen

Rund 90 Ideen haben 30 Bürger am Mittwoch in der Pfarrscheune Zons beim SPD-Bürgerdialog „Bildung und Schule“ zusammengetragen.

Im Eingangsstatement, das er für den erkrankten Bürgermeister Erik Lierenfeld hielt, wies Stadtverbandsvorsitzender Carsten Müller darauf hin, dass es Bildung nicht zum Nulltarif geben könne: „Wir werden Geld in die Hand nehmen müssen, um die Gebäude für die Zukunft zu rüsten. Hier ist neben der baulichen Sanierung auch die Digitalisierung der Schulen wichtig. Jeder Euro, der dort investiert ist, ist gut angelegtes Geld für die Zukunft unserer Kinder.“

An vier Thementischen, die von Rotraud Leufgen, Birgit Burdag, Laurenz Tiegelkamp und Gerrit Burdag betreut wurden, wurde viel diskutiert. Auch die Zukunft der Sekundarschule wurde intensiv diskutiert und ihre Umwandlung in eine zweite Gesamtschule vorgeschlagen, da die aktuellen Anmeldezahlen zeigten, dass dies der Elternwille sei.

Es wurden kleinere Klassen, Ruheräume für Schüler und eigene Arbeitsplätze für Lehrer gefordert. Es ging um mehr Schulsozialarbeit, bessere Inklusion und gesundes Essen. Dazu wurde vorgeschlagen, Schulküchen einzurichten, um Schülern zu vermitteln, wie es zubereitet wird. Zudem ging es neben der sicheren Gestaltung des Schulwegs auch um Barrierefreiheit an Schulen. Zudem wurde gefordert, die Schulen baulich an den Klimawandel anzupassen (mit ausreichendem Sonnenschutz) und das Konzept der „offenen“ Schulhöfe zu überdenken. Die gute Ausstattung mit Internetzugängen, Smartboards und Tablets für die Schüler ist die Grundvoraussetzung für Schule der Zukunft. Mehr projektbezogenes, fächerübergreifendes Lernen und die Einführung des Ganztagsunterrichts an allen Schulen sind weitere Ziele. Die Überlegung, in Schulen auch gesellschaftliche Werte zu vermitteln, führte zum Vorschlag, ein neues Unterrichtsfach „Demokratie und Streitkultur“ einzuführen. Bereits im Kindergarten Fahrradunterricht und Schwimmkurse anzubieten, wurde ebenso vorgeschlagen wie ein „Willkommenspaket“ für Schulanfänger mit Lesepass“ der Stadtbibliothek und weiteren Infos für die Eltern.

SPD-Chef Müller zieht ein positives Fazit: „In den fünf Bürgerdialogen haben Bürgerinnen und Bürger eine Fülle von Ideen entwickelt.“ Daraus erstellt die SPD nun ihr Wahlprogramm. Weitere Anregungen sind unter 02133 9799688 und info@spd-dormagen.de möglich.