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Politik in Dormagen: Grüne haben ihre Anzahl versechsfacht

Politik in Dormagen : Grüne haben sich versechsfacht

Der Ortsverein Dormagen hat sich innerhalb von zwei Jahren von fünf auf 32 Mitglieder vergrößert. Junge Grüne Dormagen stehen vor der Gründung.

Die Dormagener Grünen sind gestärkt aus den Kommunalwahlen herausgegangen, konnten sie doch ihre Ratsmandate von drei auf sechs verdoppeln. Mit 14,3 Prozent sind sie klar dritte Kraft hinter SPD (39,6) und CDU (28,0).

Am Samstag stand dann auch das gute Abschneiden im Mittelpunkt der Ortsmitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen. „Wir sind hoch zufrieden mit diesem tollen Ergebnis“, sagt Tobias Raidelet, einer der beiden Parteivorsitzenden der Dormagener Grünen. „Jetzt gehen wir positiv gestimmt in die Sondierungsgespräche mit der SPD.“ Die Übereinstimmungen in den beiden Wahlprogrammen seien offensichtlich, dennoch erwarten die Grünen spannende Verhandlungen: „Wichtig sind der Wählerwille und die Möglichkeit zur Gestaltung, das müssen wir aushandeln und verhandeln“, meint Raidelet, der seit knapp anderthalb Jahren mit Michael Gering das Sprecher-Duo der Dormagener Grünen bildet.

Wie die Parteivorsitzenden der Grünen stolz verkünden, hat sich die Mitgliederanzahl des Ortsvereins Dormagen in den vergangenen knapp zwei Jahren von fünf auf 32 versechsfacht. „Diesen Trend begrüßen wir sehr und freuen uns über jeden neuen Kopf, der die grünen Ideen und Möglichkeiten in Dormagen mit uns gestalten möchte“, so die Sprecher.

Da unter den neuen Mitgliedern zunehmend auch junge Dormagener sind – sechs bis 29 Jahre –, wurde am Samstag einstimmig die Gründung der Grünen Jugend Dormagen beschlossen. Wie Thomas Götzelmann erklärte, möchten die Jungen Grünen, bestärkt vom Kommunalwahlkampf, in Dormagen weiter mitmischen und noch 2020 ihre eigene Organisation gründen. Weitere Mitstreiter werden gesucht. Die Jungen Grünen im Rhein-Kreis Neuss begrüßen den Vorstoß und freuen sich schon auf die Zusammenarbeit mit der neuen Ortsgruppe.

Entgegen der ursprünglichen Planung stand bei der Versammlung die Vorstandswahl nicht an, da es vor allem um die Wahl und die daraus entstehenden Möglichkeiten und Konsequenzen auf allen politischen Ebenen ging. „Wir haben uns entschieden, dem aktuellen Geschehen mehr Zeit einzuräumen“, erläutert Tobias Raidelet. So soll in der nächsten Sitzung Ende Oktober ein neuer Vorstand gewählt werden. Raidelet will wieder als Vorsitzender antreten, Gering aus familiären Gründen lieber als Beisitzer. Also könnte ab Spätherbst eine Sprecherin an Raidelets Seite stehen.