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Dormagen: Platz für den neuen Bahnhof geschaffen

Dormagen : Platz für den neuen Bahnhof geschaffen

Gestern gab es das Startsignal für den Bahnhofsneubau, der inklusive Umgestaltung des Vorplatzes rund fünf Millionen Euro kosten wird. Ende 2013 sollen Servicecenter, Radstation und Supermarkt eröffnen.

In etwa einem Jahr soll sich der Dormagener Bahnhof von einer "Bausünde der 70er Jahre" in einen "Blickfang" verwandelt haben. Gestern gab Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann das Startsignal für den Neubau des Bahnhofsgebäudes, in den ein Kunden- und Verwaltungsgebäude der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) einziehen soll. Rund 4500 Fahrgäste nutzen den Bahnhof täglich.

Zunächst musste das alte Bahnhofsgebäude eingerissen werden, was Bürgermeister Hoffmann symbolisch erledigte. Seinen ersten Einsatz am Bagger-Schalthebel empfand er als "gar nicht so einfach". Doch dann fielen die Steine der letzten Mauer zu Boden. Hoffmann erinnerte daran, dass mit dem "Meilensteinprojekt", das inklusive Vorplatz-Umgestaltung rund fünf Millionen Euro kosten wird, ein jahrzehntelang gehegter Wunsch in Erfüllung gehe: "So entwickelt sich das wichtigste Entree unserer Stadt endlich vom städtebaulichen Schandfleck zur vorzeigbaren Visitenkarte."

Bis es Ende 2013 so weit ist, wird noch viel gebaut. "Wir freuen uns, dass nach langer Planungs- und Prüfungszeit nun gebaut werden kann", sagte Gottfried Koch, der Leiter der Technischen Betriebe Dormagen (TBD), die den Willy-Brandt-Platz ab Frühjahr umgestalten, so dass ein Busbahnhof mit einem Mittelsteig entsteht. Allein die Platzgestaltung kostet 1,4 Millionen Euro. Das Land NRW und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr haben insgesamt 970 000 Euro Fördermittel für den neuen Bahnhof bewilligt.

In den 850 Quadratmeter großen Neubau zieht die SVGD ein, dazu werden 250 Quadratmeter vermietet. Es entsteht eine öffentliche WC-Anlage, der Kiosk von Riza Sarikaya zieht wieder aus dem Container zurück in das Bahnhofsgebäude, dazu entsteht ein BVR-Pausenraum. Neben dem Gebäude wird eine Radstation errichtet, in der 360 Räder rund um die Uhr gesichert abgestellt und abgeholt werden können. Über eine Rad-Werkstatt werden noch Gespräche mit der Caritas geführt. Auch die dunkle Treppenanlage mit dem Tunnel wird überarbeitet, so dass ein heller, verbreiteter Treppenaufgang mit einem großen Glasdach entsteht.

An der Südseite des Bahnhofs wird ein neuer Supermarkt eine Versorgungslücke im Osten von Horrem schließen: Der Investor Ratisbona will das Gebäude für den Netto-Markt bis Ende Oktober 2013 fertigstellen. Etwa einen Monat darauf rechnet die SVGD spätestens mit der Gesamteröffnung: "Wir möchten Ende 2013 den neuen Bahnhof eröffnen", sagte SVGD-Geschäftsführer Ulrich Pfister.

Bereits beschlossen ist, dass auch der Bezirksbeamte der Polizei für Horrem an den Bahnhofsplatz, ins Berufsbildungszentrum zieht. "Das verstärkt ebenfalls die Sicherheit", betont der Bürgermeister.

(NGZ)