Dormagen: Pilotprojekt für junge Intensivtäter vor der Wiederaufnahme

Dormagen : Pilotprojekt für junge Intensivtäter vor der Wiederaufnahme

Das nach der Flucht von drei jungen Intensivtätern vor knapp einem Monat ausgesetzte Pilotprojekt im Dormagener Raphaelshaus steht vor der Fortsetzung.

Am Dienstagnachmittag haben sich die rechtspolitischen Sprecher der Fraktionen von SPD, CDU, Grünen und Piraten dafür ausgesprochen, den "Jugendstrafvollzug in freien Formen" wieder aufzunehmen und parlamentarisch zu begleiten. Dazu empfahlen die Politiker "weitere Fachgespräche" über Voraussetzungen und Konzepte. Damit soll die Handlungsempfehlung der Enquetekommission III "effektive Präventionspolitik", die seinerzeit von allen im Landtag vertretenen Fraktionen beschlossen wurde, mit Leben gefüllt werden.

Die FDP hatte die Teilnahme am Runden Tisch abgesagt. Am Mittwoch tagt der Rechtsausschuss des Landtags, wobei es auch um das Pilotprojekt geht, für das sich Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) einsetzen wird, wie der Sprecher des Justizministeriums, Peter Marchlewski, erklärt. Marchlewski sieht die Erklärung der rechtspolitischen Sprecher als "gutes Signal für die Fortsetzung der Arbeit im Raphaelshaus", aber noch sei nichts entschieden.

Auch Raphaelshaus-Direktor Hans Scholten betont, dass er "vorsichtig optimistisch" sei, dass die drei jugendlichen Straftäter, die vorübergehend im Gefängnis in Iserlohn untergebracht sind, nach einer endgültigen Entscheidung , das Pilotprojekt fortzusetzen, zurück nach Dormagen kommen können.

(url)
Mehr von RP ONLINE