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Pilotprojekt Bahnhof: Stadt Dormagen plant neues Müll-Konzept

Pilotprojekt Bahnhof : Stadt Dormagen plant neues Müll-Konzept

Im Umweltausschuss soll über die Müll-Problematik an stark frequentierten Plätzen beraten werden. Die Stadt plant die Entwicklung neuer Maßnahmen.

Helmut-Schmidt-Platz, Kölner Straße, Bahnhof und die Zonser Altstadt: Diese gut besuchten Orte der Stadt Dormagen sind gezeichnet durch ein erhöhtes Müllaufkommen. Trotz dessen, dass die Stadt bereits einige Maßnahmen ergriffen hat, soll nun noch einmal nachgefasst werden. Im kommenden Umweltausschuss (am 10. November) soll über „Müllentsorgung an stark frequentierten Plätzen“ beraten werden. Den Antrag stellte die FDP-Fraktion.

„Die Anregung zu diesem Antrag kommt von Parteimitglied Arne Janson“, erklärt Fraktionsvorsitzender Karlheinz Meyer. „Da er in direkter Bahnhofsnähe wohnt, wurde er vermehrt von Bürgerinnen und Bürgern bezüglich der Müll-Problematik angesprochen.“  In dem Antrag heißt es: „Leider werden wir verstärkt von Anwohnern angesprochen und auf starke Müllverschmutzung aufmerksam gemacht. Hier fällt vor allem der Bahnhof, der Vorplatz und der Bereich an den Gleisen, sowie zum Beispiel auch nach bestimmten Wochenenden die Altstadt in Zons auf.“ Einen Lösungsvorschlag wolle man zunächst nicht vorgeben. „Größere Mülleimer, eine höhere Frequenz der Reinigung etc. könnten entsprechende Ansätze sein.“

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Die Stadt reagiert und die Verwaltung will nun geeignete Maßnahmen planen, um die Müllverschmutzung an stark frequentierten Plätzen zu reduzieren und zu beseitigen. Als Pilotprojekt soll der Bahnhof Dormagen dienen. „Die Verwaltung beschäftigt sich aktuell intensiv mit diesem Thema und ist dabei einen Umsetzungsvorschlag für mehr Sauberkeit an den entsprechenden Stellen zu entwickeln“, erklärt Bernd Lewerenz vom Baubetriebshof der Stadt Dormagen. Lewerenz bestätigt ein erhöhtes Müllaufkommen an den benannten Plätzen, jedoch sei dies auch von den jeweiligen Witterungsbedingungen abhängig. „Bei gutem Wetter häuft sich der Müll natürlich. Das ist ein grundsätzliches gesellschaftliches Problem, welches ich nicht verstehe“, so Lewerenz. Insbesondere in den vergangenen zwei Jahren, in denen vermehrt Außerhaus-Verkauf stattgefunden habe, sei diese Problematik gewachsen. Ein noch größeres Problem als Verpackungsmüll seien jedoch die 100 Tonnen wilder Müll, die jedes Jahr auftauchen. Darunter Reifen, Bauschutt und Flaschen, die beispielsweise in Wäldern abgelegt werden.

 Auch der Rathausplatz auf der Kölner Straße ist immer wieder betroffen.
Auch der Rathausplatz auf der Kölner Straße ist immer wieder betroffen. Foto: Georg Salzburg (salz)

„In dieser Woche kommen die einzelnen Fachbereiche zusammen und es wird überlegt, was man dagegen tun kann“, so Lewerenz. Ein Punkt, denn man angehen könne, sei folgender: „Die Mitarbeiter der Technischen Betriebe, die draußen unterwegs sind, haben Freitagnachmittag Feierabend, am Wochenende passiert dann also nichts. Da muss man eventuell nach einer anderen Lösung suchen“, erklärt er. Zwischenzeitlich habe man im Sommer die Mülltonnen an manchen Stellen bereits Samstags und Sonntags geleert. „Da stellt sich dann natürlich die Frage, welche Plätze bevorzugt werden.“ Dies gelte es nun zu überlegen. Der Bahnhof Dormagen wurde als Pilotprojekt ausgewählt: „Dabei handelt es sich natürlich um eines der Aushängeschilder der Stadt Dormagen. Wenn Besucher die Stadt erreichen, kommen sie zuerst am Bahnhof an, da wollen wir natürlich einen guten Eindruck hinterlassen.“