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Dormagen: Pflegerin wirbt für ihren Beruf

Dormagen : Pflegerin wirbt für ihren Beruf

Kranken- und Gesundheitspflege zu erlernen, hat Stefanie Gipperich Spaß gemacht. Die 23-Jährige hat nach ihrer Zeit am Ausbildungszentrum für Pflegeberufe im Rhein-Kreis nun ihre Arbeit im Kreiskrankenhaus aufgenommen.

Hilfsbereitschaft und Feingefühl sind notwendig, um den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin auszuüben. Für diese Ausbildung hat sich Stefanie Gipperich bewusst entschieden. Die 23-Jährige hat dazu drei Jahre im Ausbildungszentrum für Pflegeberufe im Rhein-Kreis Neuss gelernt — eine Ausbildung, die sie anderen jungen Erwachsenen empfiehlt, auch wenn sie nicht leicht ist. Jetzt arbeitet Stefanie Gipperich im Kreiskrankenhaus Dormagen.

Die Ausbildung zur Krankenpflegerin umfasst 2300 Theorie- und 2500 Praxisstunden. "Wenn man genug Zeit zum Lernen einplant, dann funktioniert es ganz gut," gibt Stefanie Gipperich lachend einen Tipp an zukünftige Pflegeschüler weiter. 2011 hat sie ihre Ausbildung abgeschlossen und ist froh, seither als Krankenpflegerin in der Klinik in Hackenbroich im Einsatz zu sein.

"Es macht Spaß, mit den Menschen zu arbeiten und ihnen zu helfen, das ist es wert", sagt die 23 Jahre alte Neusserin, die jetzt nach Dormagen gezogen ist, wo es ihr gut gefällt: "Dormagen ist ein schönes Städtchen". Sie ist zufrieden mit ihrer Berufswahl, nachdem ihre erste Ausbildung als Arzthelferin ihr nicht so gut gefallen hatte, so dass sie die Richtung gewechselt hat. "Ich darf sehr eigenverantwortlich arbeiten auf einem breiten Feld", erklärt Stefanie Gipperich. "Vom einfachem Blutdruckmessen bis zur Visite bin ich für meine Patienten verantwortlich." Dafür nimmt sie in Kauf, dass die Arbeit anstrengend ist.

"Die Ausbildung ist anspruchsvoll und verlangt viel", bestätigt Simone di Piazza, Leiterin des Ausbildungszentrums für Pflegeberufe im Rhein-Kreis, das die beiden Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich mit den städtischen Kliniken Lukaskrankenhaus in Neuss betreiben. "Reflexionsvermögen und ein hohes Maß an Selbstverantwortung sind nötig, um komplexe Pflegesituationen gestalten zu können", weist di Piazza auf die Anforderungen hin.

Damit es die Auszubildenden einfacher haben, hat das Ausbildungszentrum an der Carossastraße in Neuss Neuerungen eingeführt. Unter anderem kümmern sich "Praxisanleiter" darum, dass Probleme während der Einsatzwochen gelöst und vermieden werden.

Zudem bietet das Zentrum ab diesem Jahr einen dualen Studiengang an, der mit dem Bachelor of Arts in "Nursing" endet. Ab diesem Jahr gibt es adäquate Ausbildungen für jeden Schulabschluss.

"Wir merken, dass unsere Auszubildenden oft reifer werden", berichtet di Piazza. Jedem Interessenten empfiehlt sie, im Vorfeld der Ausbildung ein Praktikum im Pflegebereich zu absolvieren.

(NGZ/ac)