1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Patientenfreundliche Kliniken

Dormagen : Patientenfreundliche Kliniken

Das Kreiskrankenhaus Dormagen hat es bald schriftlich: Ihm und dem Kreiskrankenhaus in Grevenbroich wurde eine gute Patienten- und Mitarbeiterorientierung bescheinigt. Das KTQ-Siegel wird im November überreicht.

Dormagen/Grevenbroich Noch haben sie die positive Bewertung nur mündlich erhalten, aber Krankenhausdirektor Ralf H. Nennhaus und Pflegedirektor Thomas Weyers freuen sich über die jetzt erreichte Zertifizierung nach KTQ, was für "Kooperation und Transparenz für Qualität im Gesundheitswesen" steht. Es geht um Arbeitsweisen, Struktur und Qualitätsweitergabe. Dazu haben Gutachter eine Woche lang die beiden Häuser der Rhein-Kreis Neuss Kliniken in Dormagen und Grevenbroich überprüft und die Situation für Patienten und Mitarbeiter als so gut befunden, dass sie die Zertifizierung nach KTQ in Aussicht gestellt haben. Die Urkunde und das Gütesiegel sollen im November an die Krankenhäuser überreicht werden. "Darauf sind wir mächtig stolz", erklärt Krankenhausdirektor Nennhaus, der darauf hinweist, dass beide Kreiskrankenhäuser, die unter einer Führung stehen, diese Zertifizierung im Verbund erhalten werden: "Das zeigt die gute Qualität in beiden Häusern und spornt uns an, den Zusammenhalt noch zu stärken."

Eine Woche lang haben KTQ-Gutachter, die selbst Ärzte und leitende Pfleger sind, das Kreiskrankenhaus Dormagen und das Krankenhaus St. Elisabeth in Grevenbroich untersucht. Zuvor hatten die beiden Häuser eine 380 Seiten starke Selbstbewertung über ihre Arbeitsweise abgegeben, die nun Grundlage für die Prüfwoche war. In sechs Kategorien — Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit, Informationswesen, Strategie/Führung und Qualitätsmanagement — wurden 63 Kriterien bearbeitet. Dabei ging es auch darum, wie die Expertenstandards zum Beispiel für die Schmerzbehandlung umgesetzt werden. "Die Prüfer haben uns bescheinigt, uns besonders gut und rücksichtsvoll um geriatrisch veränderte Patienten zu kümmern", erläutert Nennhaus.

"Das Besondere bei der KTQ-Zertifizierung ist, dass nicht einzelne Bereiche, sondern die gesamte Leistung von der Vorbereitung des stationären Aufenthaltes eines Patienten bis zu den Entlassungsmodalitäten betrachtet wird", erklärt Pflegedirektor Weyers.

Im Rhein-Kreis Neuss sind bisher die Neusser Augustinus-Kliniken und die Klinik St. Elisabeth in Meerbusch-Lank nach KTQ zertifiziert. Dieses Verfahren hatte Nennhaus bereits vor zwei Jahren bei seinem Amtsantritt in die Wege geleitet. "Jetzt geht es darum, uns weiter kontinuierlich zu verbessern und dann auch die Rezertifizierung zu erreichen", blickt der Direktor bereits nach vorn.

(NGZ)