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Gründung eines Schulungsverein für Diabetiker: Patienten besser aufklären

Gründung eines Schulungsverein für Diabetiker : Patienten besser aufklären

Von Petra Schiffer Nachdem die Diabetiker-Schulungen in Dormagen gut laufen, will das Praxisnetz Dormagen das Konzept auf Kranke mit Bluthochdruck und Herzkranzgefäßverengungen ausweiten. Auch ein Qualitätsmanagement ist geplant. Die bestmögliche Behandlung eines Patienten will das Praxisnetz Dormagen mit seinem Vorsitzenden, Internist Ekkehard Hoeveler, durch ein Qualitätsmanagement sichern. Außerdem sollen jetzt auch Kranke mit Bluthochdruck geschult werden.

Von Petra Schiffer Nachdem die Diabetiker-Schulungen in Dormagen gut laufen, will das Praxisnetz Dormagen das Konzept auf Kranke mit Bluthochdruck und Herzkranzgefäßverengungen ausweiten. Auch ein Qualitätsmanagement ist geplant. Die bestmögliche Behandlung eines Patienten will das Praxisnetz Dormagen mit seinem Vorsitzenden, Internist Ekkehard Hoeveler, durch ein Qualitätsmanagement sichern. Außerdem sollen jetzt auch Kranke mit Bluthochdruck geschult werden.

Bundesweit ist Dormagen die Stadt, in der anteilsmäßig die meisten Diabetiker geschult sind. Davon sind die Ärzte überzeugt, die sich im Praxisnetz Dormagen zusammengeschlossen haben. Bei der Vorstandswahl vor zwei Jahren war es das erklärte Ziel der Mediziner gewesen, dass jeder neuentdeckte Diabetiker so schnell wie möglich ein Schulungsangebot bekommt. Um dieses Anliegen umzusetzen, wurde die Gründung eines Schulungsverein in Dormagen angeregt, der heute unabhängig von dem Ärztezusammenschluss seine Arbeit macht. Jetzt gab es im Praxisnetz neue Vorstandswahlen und neue Ziele: Die Schulungsidee soll ausgeweitet werden. Auch Patienten, die unter Bluthochdruck leiden und Herzkranzgefäßverengungen haben, sollen durch gezielte Seminare mehr über ihre Erkrankung erfahren. Außerdem soll ein Qualitätsmanagement für die Praxen des Netzes aufgebaut werden.

"Ob wir die gesündesten Diabetiker in Dormagen haben, weiß ich nicht, aber wir haben auf jeden Fall die aufgeklärtesten", sagt Internist Ekkehard Hoeveler, Vorsitzender des Praxisnetzes Dormagen. Und dieses Ziel streben die Ärzte auch bei Bluthochdruckpatienten an. "In den Schulungen geht es darum zu erklären, was Bluthochdruck ist, welche Medikamente es gibt und wie sie wirken, aber auch um den eigenen Lebensstil, mit dem die Patienten den Krankheitsverlauf beeinflussen können", erklärt Hoeveler. Auch die Folgen des Hochdrucks für Herz und Gefäße würden in den vier Schulungseinheiten à einer bis eineinhalb Stunden erläutert. Für Erkrankte, die an Herzkranzgefäßverengungen litten, gebe es ein entsprechendes Programm. Im Dormagener Stadtgebiet könne diese Schulung für Diabetiker inzwischen wohnortnah in den Stadtteilen von speziell ausgebildeten Arzthelferinnen angeboten werden. Der zweite wichtige Punkt, der für die kommenden zwei Jahre auf der Agenda des Praxisnetzes steht, ist die Einführung eines Qualitätsmanagements - inklusive Zertifikat nach DIN-Norm. Was kompliziert klingt, soll für den Kranken beim Arzt einen konkreten Nutzen haben.

"Es geht darum, Arbeits- und Organisationsabläufe in der Praxis zu erfassen, zu strukturieren und zu verbessern, damit der Patient in möglichst kurzer Zeit die bestmögliche Behandlung erhalten kann", sagt Hoeveler. Eine besondere Herausforderung für jeden Arzt werde es im Zuge der Gesundheitsreform sein, den richtigen Weg zwischen einer effektiven Behandlung des Kranken und seiner individuellen Betreuung zu finden. Bei der Vorstandswahl des Praxisnetzes wurde Ekkehard Hoeveler als Vorsitzender in seinem Amt bestätigt. Sein Stellvertreter bleibt Allgemeinarzt Dr. Peter Tosetti, Schriftführer ist Dr. Wolfgang Igelbrink (Praktischer Arzt und Schmerztherapeut), Kassenwart Allgemeinarzt Dr. Peter Berghausen. Norbert Sijben (diabetologisch geschulter Hausarzt) ist nach wie vor Pressesprecher des Praxisnetzes. Neu im Vorstand ist Kardiologe Dr. Achim Klein als Beisitzer. Er löst Stephan Manitz ab, der inzwischen eine leitende Aufgabe als stellvertretender Vorsitzender im selbständigen Schulungsverein Dormagen übernommen hat.

(NGZ)