Parken vor Dormagener Schulen: CDU kritisiert Elterntaxi-Diskussion

Parken vor Dormagener Schulen : CDU kritisiert Elterntaxi-Diskussion

Die SPD hatte den FDP-Vorstoß für neue Park-Zonen vor Schulen zurückgewiesen.

Als viel zu gefährlich hatte die SPD eine Ausweitung der „Elterntaxi“-Zonen direkt vor Grundschulen und Kitas kritisiert und damit auf einen Vorstoß der FDP reagiert, die das Parken im Bereich der Schulen, u.a. mit einer einseitigen Halteerlaubnis auf Gehwegen, erleichtern will. Die FDP hatte angekündigt, die Stadt zu bitten, neue Anfahrtswege und Kurzzeitparkflächen, die Einrichtung eines Ringverkehrs vor Schulen und Kitas sowie das Zulassen des halbseitigen Gehwegparkens zu prüfen. Das hatte die SPD scharf zurückgewiesen. Nun kritisiert die CDU die Elterntaxi-Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt: „Offenbar ist der Wahlkampf jetzt eröffnet“, kommentiert die schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Carola Westerheide, die Auseinandersetzung von FDP und SPD.

„Vor Schulbeginn und nach Unterrichtsende bzw. zum Ende der OGS-Zeit am Nachmittag gibt es an vielen Dormagener Grundschulen in der Tat zumindest gefühlt ein ,mittleres Verkehrschaos’“, erklärt sie, dass sich der Schulausschuss bereits im März auf CDU-Antrag hin mit dem Thema befasst hatte. Vereinbart wurde, so Westerheide, dass „die Stadtelternschaft zusammen mit den betroffenen Eltern und Schulleitungen überlegen soll, welche Schwierigkeiten an den Schulen bestehen, welche Maßnahmen schon getroffen wurden oder in Zukunft möglich sind.“ Über erste Ergebnisse soll im Oktober in dre Sitzung des Schulausschusses berichtet werden.

„Da es um die Sicherheit unserer Kinder geht, explizit auch um die derjenigen Kinder, die nicht von ihren Eltern mit dem Pkw gebracht werden, sondern die den Weg zur Schule noch ,klassisch’ zu Fuß meistern, ist eine Schuldzuweisung an die ,bösen Helikoptereltern’ wenig zielführend.“, betont Carola Westerheide. Die CDU habe daher bereits im März vorgeschlagen zu prüfen, ob es nachahmenswerte Lösungsansätze anderer Kommunen gibt, bzw. ob Initiativen wie die Einrichtung von „Elternhaltestellen“ sinnvoll und praktikabel seien. „Es liegt im Interesse der Stadt Dormagen, gemeinsam mit den Schulen und den Elternvertretern lokal durchaus sehr unterschiedliche Lösungen zu finden“, sagt die schulpolitische CDU-Sprecherin.

Fraktionsvorsitzender Kai Weber ergänzt: „Wenn FDP und SPD das Thema nun entgegen der Vereinbarung erneut noch vor der nächsten Schulausschuss-Sitzung aufgreifen, so hat das Ganze schon etwas von Wahlkampfgetöse auf Kosten unserer Kinder.“

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