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Kulturkirche: „Organic Groove“ jazzt schwungvoll und mitreißend

Kulturkirche : „Organic Groove“ jazzt schwungvoll und mitreißend

Wieder einmal gab es einen gelungenen Auftritt in der Kulturkirche, denn die junge Band schöpfte beim Improvisieren aus dem Vollen. Auf der Bühne standen oder saßen Frontmann Jens Böckamp, Saxophon, im Übrigen ein Dormagener Eigengewächs, Philip Czarnecki, Gitarre, Dirk Schaadt, Hammondorgel und Fabian Arends, Schlagzeug.

Mit jugendlichem Schwung spielten sie den Jazz aus den 60er Jahren und den von heute. Die Hälfte der Nummern bestritten eigene Kompositionen wie beispielsweise Dirk Schaadts gelungenes Stück „Eddie Likes It“. Traditionell und eingängig mutete „Waltz for Ruth“ des Jazz-Gitarristen Charley Halden an. „Wir sind gut gelaunt“, eröffnete Jens Böckamp den Abend, „ich hoffe, Ihr seid es auch.“

In gleicher Besetzung hat die Band jetzt zum zweiten Mal gespielt, und wieder hat es bei aller individuellen Improvisationsfreude so richtig gut gepasst. Das betraf auch die Auswahl der Stücke. Ziemlich zeitnahe Inspirationen lieferten etwa Pat Metheny und Duke Pearson („Jeannine“). All das waren willkommene Klänge für das sehr aufgeschlossene Publikum, dem die Lokalität Kulturkirche höchst vertraut ist. Auch der laue Sommerabend leistete seinen die Stimmung befeuernden Beitrag. Jens Böckamp am Saxophon war der große Spaß am Improvisieren bei jeder Passage anzumerken, und Philip Czarnecki tat es ihm an der Gitarre ebenso gleich wie Fabian Arends am Schlagzeug.

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Ein spezielles Thema ist Dirk Schaadt an der alten Hammondorgel, auf die sich Pfarrer Frank Picht von der Christuskirche besonders freute. Auf der Stelle outete der sich als groovender Jazz-Fan. „Diese jungen Leute verstehen ihr Metier“, stimmten auch die Besucherinnen Johanna und Margret lobend ein. Im Laufe des Konzertierens zeigte sich, wie viele Stilrichtungen und Spielarten der Jazz bietet. Harte, metallische Anschläge lösten sich ab mit verblüffend sanften und leisen Tönen, wie sie bestens zu einem emotional aufgeladenen Film passen würden. Mit sichtlicher Freude an jedem Genre erfüllten hier die vier Musiker Hörervorlieben, aber sie forderten die Besucher auch heraus.

(Nima)