ÖPNV in Dormagen: FDP will eine kostenlose Bus-Benutzung bis 2028

ÖPNV in Dormagen : FDP will Busfahren bis 2028 kostenlos machen

Die Dormagener Liberalen haben thematisch mehr als ein Jahr vor der Kommunalwahl den Wahlkampf programmatisch eröffnet. Kaum anders dürfte die Pressemitteilung zu deuten sein, die die FDP am Dienstag verschickte.

Darin fordert sie den „gebührenfreien ÖPNV“. Die kostenlose Nutzung von Bus und Bahn soll bis 2028 umgesetzt sein. „Finanziell machbar“, sagt Fraktionsvorsitzender Karlheinz Meyer, der schon früh angekündigt hat, für die Liberalen als Bürgermeister-Kandidat antreten zu wollen.

„Wir wollen den ÖPNV attraktiver und ökologischer machen“, sagt Karlheinz Meyer. Hierzu hat er gleich erste Schritte zur Verbesserung der Attraktivität in petto. Die sehen im Einzelnen so aus: Künftig sollen modernste immissionsarme Busse zum Einsatz kommen. Die Fahrdichte der Busse soll erhöht werden und mehr Haltestellen angelegt erden. Vor allem soll es eine bessere Abstimmung mit den angrenzenden Nahverkehrsnetzen, insbesondere in Richtung Köln, geben. „Auch die Digitalisierung soll die Attraktivität des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs steigern“, sagt Meyer. Als Beispiele führt er an: moderne Bezahlmöglichkeiten durch Digitalisierung, W-Lan in jedem Bus oder eine elektronische, minutengenaue Anzeige an den Haltestellen.

„Unser Ziel ist es, bis 2028 den ÖPNV in Dormagen gebührenfrei zu machen,“ so der Fraktionsvorsitzende. Dass dies möglich ist, davon ist der finanzpolitische Sprecher der FDP, Gerd Sräga überzeugt:  „Für 2019 sind 95.575 Euro und für 2020 98.197 Euro als städtische Kosten für den ÖPNV eingeplant. „Durch konsequente Sparpolitik und Konzentration auf die bürgernahen Themen ist eine Gebührenfreiheit mittelfristig möglich.“

Mit dem Thema ÖPNV steht die FDP nicht alleine. In diesem Jahr waren es die beiden Nachwuchsorganisationen von CDU und SPD, Junge Union und Jusos, die sich für eine Attraktivierung stark machen. Die Jusos hatten mit ihrer Kampagne „#umsteigen“ im Herbst 2018 einige Forderungen nach besserer Taktung, neuen Linien und höherer Frequenz aufgestellt und als Bürgerantrag in den Rat eingebracht.

(schum)
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