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Dormagen: Nur Appelle sind gegen wildes Rad-Parken möglich

Dormagen : Nur Appelle sind gegen wildes Rad-Parken möglich

Es ist ein Ärgernis für viele, die täglich den Bahnhof nutzen und an ans Geländer geketteten Fahrrädern vorbei kommen. Dirk Jünger, Abteilungsleiter Soziale Dienste des Caritasverbandes Rhein-Kreis Neuss als Radstations-Betreiber, sagte unlängst: "Die wild abgestellten Räder stehen nicht nur im Weg, sondern versperren gerade an der Rampe den Gehbehinderten ihren Weg zum Aufzug." Sogar an einen Mülleimer wurde ein Rad angeschlossen. Eine Besserung ist nicht in Sicht: "Es bleibt nur der Appell an die Vernunft", sagt Gottfried Koch, Leiter der Technischen Betriebe Dormagen (TBD).

Die TBD kümmere sich um dieses Thema, so Koch, und bringe beispielsweise regelmäßig Zettel an diesen Fahrrädern an mit dem Hinweis, dass dort die Rädern nicht abgestellt werden sollen und dass die in der Nähe befindliche Radstation der deutlich bessere Abstellort ist. "Mit mäßigem Erfolg", räumt Koch ein. Eine rechtliche Handhabung hat die TBD nicht, um die Räder zu entfernen. Seit mehr als zweieinhalb Jahren hat die videoüberwachte Radstation, in der 360 Zweiräder untergestellt werden können, geöffnet. Platz genug wäre dort noch für die ans Geländer geketteten Fahrräder. Jünger: "Die Zahl der Dauerparker in der Radstation geht zwar nach oben, aber wir sind noch deutlich von der Vollauslastung entfernt."Eine Jahreskarte kostet 70 Euro im Jahr, eine Monatskarte sieben Euro, eine Tageskarte 70 Cent.

(schum)