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Dormagen: Nievenheimer Schützen trotzen Regenschauern

Dormagen : Nievenheimer Schützen trotzen Regenschauern

Brudermeister Detlef Spitzenberg hatte die Hoffnung auch bei strömenden Regen noch nicht aufgegeben, auch nachdem die Frühparade bereits ins Wasser gefallen war: "Heute gegen 14 Uhr liegt die Wahrscheinlichkeit für Sonne bei 57 Prozent!" Später, das räumte er im Festzelt ein, sei die Gefahr für Schauer indes wieder größer. Zwar blieb das Wetter durchwachsen – die Parade am Nachmittag musste im Festzelt stattfinden –, die Nievenheimer Schützen ließen sich ihr Fest dadurch indes nicht verderben und strömten zahlreich ins Zelt.

Von einem "sehr guten Besuch" sprach auch Schriftführer Michael Petry. Klein, aber fein war auch der Fackelzug am Samstag. Im Gegensatz zum Vorjahr (5) traten nur drei Fackeln zum Vergleich an. Den ersten Preis ergatterte die "Multi-Kulti"-Fackel des Tambourkorps TC Nievenheim, der die Integration bei den Schützen thematisierte.

König Ralf Mende machte gestern keinen Hehl daraus, dass er wehmütig auf das nahende Ende seiner Amtszeit blickt. "Wie das die Brings schon gesungen haben: Es war eine superjeile Zick", sagte der König. Egal was er gemacht habe, er sei überall herzlich aufgenommen worden. Es habe ein wenig weh getan, dass er zur Frühparade nicht mehr habe antreten können.

Eine besondere Ehre wurde Peter Hartmann zuteil, der als Ehrenmitglied ausgezeichnet wurde – entsprechend lobende Worte fand Brudermeister Detlef Spitzenberg. Peter Hartmann sei "nicht nur ein Freund unserer Bruderschaft oder seiner Kirmesgesellschaft, sondern ein Freund aller Vereine aus Nievenheim und Ückerath". Er trat im Jahr 1985 in die Bruderschaft ein und damit auch in den Jägerzug Waldeslust.

Bereits 1996 erhielt er den Verdienstorden. Peter Hartmann ist 1. Vorsitzender der Kirmesgesellschaft "Selde Blömsche" Ückerath. "Und dort legt er auch sein ganzes Vereinsherz in die Waagschale", so Spitzenberg. Seine Leistungen überträfen vieles, was man sich so als ehrenamtliche Tätigkeit vorstellen könne. Die ruhige, menschliche und umgängliche Art von Peter Hartmann schätze nicht nur der Vorstand. Detlef Spitzenberg: "Die Werte, die er für die Zukunft unserer Bruderschaft schuf, sind unbezahlbar."

(NGZ)