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Dormagen: Nievenheimer erkunden das neue Zuhause für 90 Flüchtlinge

Dormagen : Nievenheimer erkunden das neue Zuhause für 90 Flüchtlinge

Als vierte neue Unterkunft für Flüchtlinge - von insgesamt fünf - ist das zweiteilige Gebäude an der Marie-Schlei-Straße in Nievenheim an den Start gegangen. Zahlreiche Nachbarn und andere Interessierte nutzten am Dienstagabend die Gelegenheit, sich drei Wohnungen und den Gemeinschaftsbereich, in dem auch Büros für Sozialarbeiter eingerichtet werden, anzuschauen. Für bis zu 90 Flüchtlinge sind die Wohneinheiten - vom Einraum-Zimmer bis zur Vier-Zimmer-Wohnung - ausgerichtet. 30 Flüchtlinge sind dort bereits untergebracht, weitere folgen in den nächsten Tagen. So waren bereits erste Begegnungen der neuen Nachbarn möglich. "Wir mussten unsere Unterkunft Am Wäldchen zum Teil schon räumen, so dass wir schon vor dem Besichtigungstermin mit dem Umzug begonnen haben", erklärte Volker Lewerenz, Leiter des Fachbereichs Integration. Mit dem Eigentümer Covestro war vereinbart worden, das ehemalige Bayer-Wohnheim bis Ende Februar zurückzugeben.

Die Einrichtung der Flüchtlingsunterkunft an der Marie-Schlei-Straße ist "zweckmäßig und durchaus wohnlich", sagte ein Nievenheimer, der sich mit seiner Frau das vorübergehende Zuhause der Asylbewerber anschaute. Denn die temporären Unterkünfte sind nur für den Zeitraum von drei bis sechs Jahren genehmigt. Danach werden sie abgebaut und "hoffentlich für eine neue Nutzung" eingesetzt, so Lewerenz. "Unser Ziel ist es sowieso, die Asylsuchenden mit Bleibeperspektive so schnell wie möglich in eine angemietete Wohnung unterzubringen", wies Bürgermeister Erik Lierenfeld auf den Übergangs-Charakter hin. Die Stadt forciere den sozialen Wohnungsbau.

Die Zeit in der Unterkunft soll genutzt werden, um Sprache, Alltagsleben und Kultur näherzubringen. Dazu haben sich einige Ehrenamtler gemeldet, um im stadtweit achten "Café Grenzenlos" mitzuhelfen. "Wir wollen Begegnungen schaffen", erklärte Lierenfeld, der hofft, dass einige der Besucher "als Helfer wiederkommen". Denn: "Ehrenamtler können bei der Sprachvermittlung gut helfen", forderte Sozialarbeiterin Gudrun Freitag zur Mithilfe auf. Infos unter 02133 257-645.

(cw-)