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Neues Investormodell für Kita-Bau

An der Haberlandstraße : Neues Investormodell für Kita-Bau

Stadt geht bei Kita-Neubau neue Wege, um mehr Interessenten zu gewinnen.

Es ist ein Stück weit Neuland, das die Stadt mit dem geplanten Neubau einer Kindertagesstätte an der Haberlandstraße betritt. Denn sie selbst wird nicht als Bauherrin auftreten. Es sind zwei Varianten, mit der die Stadt auf den Markt geht: Bei Variante eins wird ein Investor gesucht, der diese Kita baut und dann an die städtische Dormagener Sozialdienst GmbH (DoS) vermietet. Auf diesen Träger hatte sich der Jugendhilfeausschuss bereits festgelegt. Vorteil: Bei einer 30-jährigen Laufzeit hat der Investor den reibungslosen Betrieb sicherzustellen und sich um die Instandhaltung zu kümmern. Bei Variante zwei bekommt die Stadt die Kita schlüsselfertig hingestellt, der Eigenbetrieb sorgt für die Instandhaltung und erhält von der DoS die Miete.

Nicht rundum überzeugt zeigte sich die CDU vom vorgesehenen Standort inmitten des Schulzentrums auf einer Grünfläche zwischen BvA-Gymnasium, Erich-Kästner-Grundschule und Berufsbildungszentrum. Sie sorgt sich um den womöglich nicht ausreichenden Platz für Schulsport. Das formulierte Carola Westerheide: „Ist bei einem Kita-Neubau noch ausreichend Platz für die notwendigen Außenanlagen vorhanden?“ Im Sportausschuss sei vereinbart worden, dass es mit Blick auf außen gelegene Schulsportanlagen eine Vorstellung entsprechender Pläne geben sollte, was bislang nicht geschehen ist. Beigeordnete Tanja Gaspers versicherte, dass man eine Laufbahn sowie eine Anlage für Weit- und Hochsprung im Blick habe. Dies werde auch Gegenstand einer Detailplanung sei. „Wir werden auch mit den Fachschaften der Schulen sprechen.“ Im übrigen sei es so, dass durch den Bau einer neuen Dreifachhalle (nach Abriss der Beethovenhalle) „die Raumsituation für den Sport deutlich verbessert wird“. Ferner finde, so Gaspers, das Gros des Schulsports drinnen statt. Gleichwohl werde man eine passende Außenfläche „identifizieren“. Ebenso werde man die veränderte Verkehrssituation durch Eltern, die ihre Kinder zur Kita bringen bzw abholen, „im Blick haben“. Diesen Hinweis gab FDP-Ausschussmitglied Hans-Georg Döring.

„Irritiert“ zeige sich Zentrums-Politiker Hans-Joachim Woitzik über die nach einem Kennwert pauschal angegebene Kostenhöhe von 4,1 Millionen Euro. Die vorgelegte Planung bezeichnete er als „nicht ausreichend genug für einen Beschluss“. Die sei aber, entgegnete Gaspers, im Jugendhilfeausschuss ausführlich vorgelegt worden.

(schum)