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Dormagen: Neues Feuerwehrhaus für den Norden

Dormagen : Neues Feuerwehrhaus für den Norden

Das Stürzelberger Gerätehaus soll in der Nähe von St. Peter neu gebaut werden – auch wegen Silbersee-Gewerbegebiet.

Den Brand in einer Lagerhalle im Gewerbegebiet St. Peter vor fünf Wochen hatte die Feuerwehr Dormagen zwar schnell unter Kontrolle, trotzdem zeigte der Einsatz vom 23. April, dass es im Dormagener Norden tagsüber Probleme gibt, mit genügend Feuerwehrkräften schnell am Brandherd zu sein. Das führte Feuerwehr-Chefin Sabine Voss so auch im Hauptausschuss aus. Ihre Forderung: Wie im jetzt verabschiedeten Brandschutzbedarfsplan beschrieben, müssen die schlechter besetzten Einsatzgebiete verstärkt werden, damit auch tagsüber innerhalb der vorgesehenen Hilfsfrist genügend Feuerwehrkräfte schnell genug am Einsatzort sind.

"Wir brauchen für den Erstangriff im Norden Dormagens eine bessere Ausstattung", sagt Voss, die dafür für Stürzelberg und St. Peter einen neuen Gerätehaus-Standort favorisiert. Er könnte als "Staffelwache" zumindest tagsüber mit sechs Hauptamtlichen besetzt werden. Diese sechs Kräfte würden dann zusätzlich zu den bisherigen hauptamtlichen Feuerwehrleuten eingestellt werden. Der Gruppenleiter und die fünf Feuerwehrleute könnten dann die Schlagkraft im Norden sicherstellen. "Diese Überlegungen, eine Staffelwache einzurichten, sollten bereits jetzt beim Neubau des Stürzelberger Gerätehaus mit berücksichtigt werden", erklärt Voss auf Nachfrage der NGZ. Für die Bereitschaft am Tag bedeute die hauptamtliche Gruppe keinen Unterschied, wohl aber für die Nacht: "Dann benötigen wir drei Ruheräume mehr", sagt sie. Dazu käme noch ein zusätzlicher Stellplatz für ein Fahrzeug der Berufsfeuerwehr.

Für den Löschzug Stürzelberg, dessen Gerätehaus sanierungsbedürftig ist, plant die Stadt auf Vorschlag der dort Aktiven einen Neubau in Richtung Am Weißen Stein. Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann hatte im Hauptausschuss betont, dass der ehrenamtliche Löschzug Stürzelberg selbst den Vorschlag gemacht habe, das neue Gerätehaus am Rand Stürzelbergs zu errichten, um damit auch in Richtung St. Peter schneller am Brandort zu sein.

Die Feuerwehr würde damit näher an die B 9 rücken und könnte auch das bisher schwach versorgte Gewerbegebiet St. Peter/Delrath besser erreichen. "Das ist sicher auch perspektivisch wichtig, wenn dort das neue Gewerbegebiet Silbersee erschlossen wird", sagt die Feuerwehr-Chefin. Denn auch wenn noch nicht entschieden sei, ob und welche Betriebe sich wann dort ansiedeln, müsse bereits jetzt über eine Versorgung durch die Feuerwehr nachgedacht werde.

Der Neubau des Gerätehauses Stürzelberg sollte "so schnell wie möglich" umgesetzt werden, meint Sabine Voss. Die Baumaßnahmen, die sich aus dem Brandschutzbedarfsplan ergeben, müssen noch einzeln vom Stadtrat beschlossen werden. "Mein Wunsch ist es, dass in zwei bis zweieinhalb Jahren das Gerätehaus gebaut werden kann", sagt die Feuerwehr-Chefin. Dabei könnte das Gewerbegebiet Silbersee die Umsetzung beschleunigen.

"Der Brand in St. Peter hat bestätigt, was wir im Brandschutzbedarfsplan aufgeführt haben: Wir brauchen einfach mehr Unterstützung für die Feuerwehr im Norden von Dormagen", fasst Voss die Probleme zusammen.

(NGZ)