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Dormagen: Neues Bauland an der Kiesenbergstraße

Dormagen : Neues Bauland an der Kiesenbergstraße

Die Stadtverwaltung verfolgt die Bebauung der Gartenflächen zwischen Neusser Straße und Kiesenbergstraße weiter. Der Planungs- und Umweltausschuss votierte jetzt für das Projekt. Aufgrund der umfangreichen Stellungnahmen der Anwohner der Kiesenbergstraße gibt es jedoch eine Abkehr vom beschleunigten Verfahren.

SPD und Zentrum äußerten sich im Ausschuss noch einmal kritisch zu den Bauplänen. Auch die Initiative Kiesenbergstraße wehrte sich gegen das Vorhaben.

Für den Fraktionsvorsitzenden der Zentrums-Partei, Hans-Joachim Woitzik sei es unverständlich, "warum nun über rückwärtige Bebauung gesprochen wird. Die Begründung der Verwaltung lautet, dass man Baulücken schließen will." Doch sollte seiner Meinung nach an der Neusser Straße mit diesem Vorhaben begonnen werden. "Warum nimmt man sich nicht die offensichtlichen Baulücken vor?", fragte er. Für die SPD machte Doris Wissemann noch einmal auf die Proteste der Anwohner aufmerksam: "Sie alle sind dagegen", sagte sie. Bisher sei es in einem solchen Fall immer gängige Praxis gewesen, dass "die Verwaltung solche Vorhaben dann begräbt", meint Wissemann. Doch diesmal scheint es anders. Die CDU hält die Lösung, der Bebauung an der Kiesenbergstraße für "städtebaulich sehr attraktiv", wie Norbert Dahmen ausführte. Er hält die Befürchtungen der Anwohner zu einer Verschlechterung ihrer Wohnlage für unangebracht. Die neuen Häuser sollen nicht höher als 9,50 Meter werden. "Im Vergleich zu anderen, vergleichbaren Bauprojekten im Stadtgebiet ist das Vorhaben hier doch sehr bescheiden", gab er an.

Sorgen der Anwohner bezogen sich auf den künftigen Verkehr, der die ruhig gelegenen Kiesenbergstraße durch die neuen Häuser erwarte. Dazu die Verwaltung: "Wir gehen von einer minimalen Verkehrszunahme aus." Bedarf für ein Verkehrsgutachten bestehe nicht.

(NGZ)