Neuer Zeitplan für defekte Ampel in Dormagen

Europastraße in Dormagen : Neuer Zeitplan für defekte Ampel

Die Firma Siemens hat jetzt einen Mastbauer zur Erneuerung der Anlage gefunden.

Neuer Anlauf für die Instandsetzung der seit mehr als einem Jahr defekten Ampel an der Kreuzung Europastraße/Frankenstraße: Jetzt soll die Erneuerung im kommenden Monat, also im September, über die Bühne gehen. Das teilte Benjamin Josephs, Sprecher des Rhein-Kreises Neuss, mit. Josephs nannte die 38. Kalenderwoche (ab 9. September) als neuen Starttermin für die Arbeiten. Der Kreis ist für die Ampel zuständig.

Die Wiederinbetriebnahme hatte sich hingezogen und war immer wieder auf neue Hindernisse gestoßen. Zuletzt war von Anfang August die Rede gewesen, doch auch diese Ankündigung konnte nicht gehalten werden. Die Firma Siemens, die die Sanierung ausführen soll, hatte laut Josephs kein Tiefbauunternehmen gefunden, das die neuen Masten der Ampel setzen konnte. Nun sei eine solche Firma aber engagiert worden, berichtete der Kreissprecher.

Die Anlage wird übrigens nicht einfach nur repariert, sondern „runderneuert“, wie Josephs’ Kollege Reinhold Jung berichtet hatte. Wenn das erledigt ist, ist das gleichbedeutend mit dem Ende einer Ära. Denn die Anlage Europastraße/Frankenstraße sei die letzte kreiseigene Ampel mit alter Lichttechnik. Alle anderen sind längst modernisiert, und künftig wird auch die Dormagener Ampel mit LED ausgestattet sein. Und nicht nur das: Vorgesehen ist auch ein eigenes Signal für die Fahrradfahrer auf Augenhöhe, mit der diese das Umschalten auf Grün mitbestimmen können. Wichtigste Neuerung dürfte aber die Kamerasteuerung sein. Die Kameras können den Verkehrsfluss registrieren und das Umschalten von Rot auf Grün veranlassen. Den Kreis kosten die Arbeiten nach eigenen Angaben etwa 50.000 Euro. Darin sind noch nicht die neuen Fahrbahnmarkierungen enthalten, die ebenfalls aufgebracht werden sollen.

Unterdessen gibt es in Dormagen auch Stimmen, nach denen man am besten ganz auf die Ampel verzichten und den Bereich stattdessen zu einem Kreisverkehr umbauen würde. Dies ist allerdings nicht geplant. Und ziemlich sicher auch keine Nachtabschaltung, die der SPD-Ratsherr Detlev Zenk mit einem Augenzwinkern thematisiert hatte. Er hatte das auch nicht als Wunsch formuliert, sondern als – nicht ernst gemeinte Erklärung für den langen Ausfall der Signale. Die Einmündung ohne funktionierende Ampel über so einen langen Zeitraum sei bestimmt nur ein Versuch, um zu testen, wie sich eine Nachtabschaltung rund um die Uhr auswirke, hatte Zenk in einer Sitzung des Hauptausschusses gescherzt.

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