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Dormagen: Neuer Pächter im TSV-Center

Dormagen : Neuer Pächter im TSV-Center

Der TSV Bayer Dormagen hat für das Catering in seinem Sportcenter am Höhenberg einen neuen Caterer gefunden: Jorgos Flambouraris, Buchhändler und Event-Manager, wird sich vor allem um die TSV-Heimspiele kümmern.

Genau heute in einer Woche wird Jorgos Flambouraris die gastronomische Regie im Sportcenter des TSV Bayer Dormagen übernehmen. Beide Seiten haben sich jetzt auf eine Vertragsdauer von zunächst einer Spielzeit des Drittligisten TSV geeinigt. "Eine gute Lösung", sagt TSV-Geschäftsführer Frank Neuenhausen, "wir freuen uns auf die Zusammenarbeit." Für Flambouraris wird der Tag, an dem der TSV sein erstes Heimspiel gegen Adler Königshof bestreitet, ein besonderer sein: Er feiert dann seinen 49. Geburtstag.

Vorgänger Ulrich Jung, der das "Haus Bismarck" an der Friedrich-Ebert-Straße betreibt, hatte nach fast zehn Jahren um eine Beendigung der Zusammenarbeit gebeten. Er scheut das wirtschaftliche Risiko ohne Bundesliga-Handball im TSV-Center: "Ich bin froh, dort raus zu sein", sagt er, "finanziell war es nicht mehr tragbar." Jetzt soll es also Flambouraris richten, der den Gastronomiebereich übernimmt. "Die Halle hat Chancen", sagt er. "Es wird sicher nicht schlechter werden als in der vergangenen Saison. Die Dormagener wollen Handball und werden sich bestimmt mit dem neuen Team identifizieren."

Das Konzept sieht so aus, dass Flambouraris, selbst seit 30 Jahren Vereinsmitglied, sich um die 15 Heimspiele der TSV-Handballer kümmert und zusätzliche Events veranstalten kann. Wie zum Beispiel den Auftritt von Kabarett-Star Dieter Nuhr am Freitag, 21. September. "Klar ist", sagt TSV-Geschäftsführer Neuenhausen, "dass wir als Eigentümer der Halle auch entscheiden, was dort passiert. Also müssen alle Veranstaltungen dort auch mit uns abgesprochen werden." Einen Kneipenbetrieb wird es im TSV-Sportcenter nicht geben. Wenn in der Halle Jugendhandball- oder -Basketballturnier ausgetragen werden, dann wird der TSV die Gastronomie selbst übernehmen.

TSV-Mitglied Flambouraris will mit seinem bis zu 15-köpfigen Team "Erlebnishandball bieten". Er kündigt an: ""Nach den hoffentlich erfolgreichen Spielen wird es immer etwas zu feiern geben, niemand wird nach Hause geschickt." Bei den so genannten "After-Game-Partys" soll es ein Miteinander zwischen Zuschauer und Spielern geben, ein VIP-Bereich ist nicht geplant. Erfahrung bringt der Buchhändler "aus Leidenschaft", wie er selbst sagt, vor allem von der Zonser Freilichtbühne mit. Dort organisierte er Konzerte mit Uriah Heep oder Manfred Mann oder Fish.

Durch das Aus der DHC-Bundesligahandballer ist die wirtschaftliche Situation für den TSV schwieriger geworden, weil der Ankermieter und mit ihm der größte Einnahmeposten ausgefallen ist. "Das tut natürlich weh", sagt Neuenhausen. Gerne würde der TSV mehr Veranstaltungen in seiner schmucken Sportarena austragen.

(NGZ)