Neuer König Karl Heinz Hosbach in Ückerath

Kirmes in Ückerath : „Selde Blömche“ haben neuen König

Karl Heinz Hosbach wird Nachfolger von Markus Ulrich in Ückerath.

Wenn am Freitag gegen 20 Uhr „Zachäus“, der Kirmespatron der Kirmesgesellschaft „Selde Blömche“ Ückerath zum Leben erweckt und die Erlaubnis zur Ückerather Kirmes erfolgreich eingeholt wird, startet der Fackelzug – eine Großfackeln widmete sich „Dorf-Sheriff“ Rudi Mehl, eine Gastfackel des Grenadierzugs Stief Höt dem geschlossenen Schwimmbad Nievenheim.

Am Sonntag wurden mit einem Stoffhahn die Nachfolger des Königspaars Markus und Birgit Ulrich ermittelt, die „ihre“ Kirmes in vollen Zügen genossen haben. Neuer Hahnenkönig wurde mit dem achten Schlag Karl Heinz Hosbach (63). Mit dem Maler und Lackierer freut sich seine Frau Anneliese.

Das neue Ückerather Hahnenkönigspaar Karl Heinz (63) und Anneliese (61) Hosbach. Foto: Georg Salzburg(salz)

„Es herrschte von Anfang an eine ausgelassene und fröhliche Stimmung, wir feiern wieder einmal ein schönes Fest“, fasste der 2. Schriftführer Stefan Vobis zusammen. Der neue Vorsitzende Peter Hartmann junior, der erst im März in die Fußstapfen seines Vaters Peter Hartmann senior getreten war, meisterte seine Rolle mit Bravour. „Nach der Rede am Ehrenmal hat sich die Nervosität nun gelegt“, sagte er am Kirmessonntag. Dort standen neben Ehrengästen aus Politik und befreundeten Vereinen verdiente Mitglieder im Mittelpunkt, die Ralf von Zons, dem zweiten Vorsitzende, für ihre Treue und ihr Engagement im Festsaal von „Manes am Bösch“ ehrte – darunter ein „großer Mann unseres Vereins“: „Ohne ihn hätten wir nicht so einen schönen Selde-Blömche-Platz, ohne ihn wären wir immer noch dabei, den Platz zu pflastern, und ohne ihn müssten wir den Schützenbaum noch immer von Hand nach oben ziehen.“ Gemeint war Peter Hartmann senior. „Ich weiß, dass er lobende Worte in der Öffentlichkeit nicht so gern hat, aber da muss er jetzt durch.“ Der 75-Jährige ist gebürtiger Ückerather und hat 1984 die Firma seines Vaters, der auch Peter Hartmann hieß, übernommen. Seit 51 Jahren ist er Mitglied in der Kirmesgesellschaft und seit 31 Jahren Mitglied im Vorstand, zunächst als Stellvertreter, seit 2008 als Vorsitzender. „Er hat unsere Kirmesgesellschaft mit seiner ruhigen Art stets perfekt nach außen präsentiert. In schwierigen Situationen behält er einen kühlen Kopf und schlägt stets den richtigen Ton an.“ Sein Sohn ernannte ihn im März zum Ehrenvorsitzenden – gestern nahm Peter Hartmann senior sichtlich gerührt die Ernennungsurkunde an und versprach: „Solange ich mich bewegen kann, werde ich euch unter die Arme greifen.“

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