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Dormagen: Neuer Eigentümer für die Rathaus-Galerie

Dormagen : Neuer Eigentümer für die Rathaus-Galerie

Die finanziell angeschlagene englische Besitzerin Treveria Vermögensverwaltungsgesellschaft muss sich von Objekten trennen. Zum 1. Juli hat der niederländische Investor Edwin van Emmerik die Innenstadt-Galerie gekauft.

Auf der Internetseite wird Manfred Keil noch offiziell als Centermanager der Rathaus-Galerie geführt. Dabei ist er längst auf der Suche nach einer neuen Aufgabe. Denn die schmucke Galerie zwischen Römerstraße und Kölner Straße ist verkauft worden. Die neuen Eigentümer kommen aus den Niederlanden, die Firma Emroy, die dem Investor Edwin van Emmerik gehört, wird ab dem 1. Juli die Geschäfte offiziell übernehmen.

Die neuen Besitzer haben bereits ihren Antrittsbesuch im Rathaus absolviert. Dort konnte Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann in einem nach seinen Worten "sehr angenehmen Gespräch einen guten Eindruck" von den Niederländern gewinnen. Diese legten ihre Pläne und Ziele auf den Tisch, offenbar überzeugend für Hoffmann: "Sie wollen offenbar bedeutende Handelsketten nach Dormagen holen. Wir werden das gerne beobachten und nach unseren Möglichkeiten auch unterstützen."

Bislang war die Rathaus-Galerie im Portfolio der Treveria, einer britischen Vermögensverwaltungsgesellschaft. Nach großen finanziellen Schwierigkeiten hat dort seit geraumer Zeit Insolvenzverwalter Michael Bremen, Rechtsanwalt in Düsseldorf, das Sagen. Offenbar ist es nicht gelungen, das komplette Liegenschaftspaket der Treveria zu veräußern; statt dessen werden die Objekte einzeln verkauft — so wie jetzt in Dormagen geschehen. Für die Treveria hatte bislang die Eurofacility Solutions GmbH mit Sitz in Paderborn das Management in Händen, bei der auch Manfred Keil angestellt ist. Bei dem Verkauf geht es nicht um die Flächen im vorderen Teil der Galerie in Richtung Kölner Straße, die im Eigentum des Dormagener Unternehmens Allard ist. Dazu gehören die kleineren Geschäftsflächen ebenso wie die der Tanzschule Dirk Reißer und des Fitnessstudios La Donna.

Der neue Eigentümer wird, so war zu hören, ein eigenes Centermanagement mitbringen. Neuer Centermanager soll Jörg Meiners werden, der auch gut niederländisch spricht. Mit dem neuen Eigentümer verspricht sich die Stadt eine stärkere "Personalisierung". Denn der alte Eigentürmer war nur durch Centermanager Manfred Keil sichtbar, "mit dem wir eine sehr gute Zusammenarbeit hatten", sagt Bürgermeister Hoffmann. "Durch die neue Konstruktion geht es jetzt mehr in Richtung Eigentümer-Betrieb." Das neue Centermanagement wird sich dem Thema Leerstand stellen müssen, denn mit den ehemaligen Ladenlokalen von Baby Walz und Weltbild stehen zwei große Geschäfte seit geraumer Zeit leer. Vor allem für das Ecklokal an der Römerstraße wird ein Ankermieter gesucht, der auch Frequenz in die Galerie bringt. Als Nachteil gilt unter Einzelhandelsexperten vor allem, dass die Verkaufsflächen sich über jeweils zwei Ebenen erstrecken.

(NGZ/rl)