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Dormagen: Neuer Chef für Energieversorger evd

Dormagen : Neuer Chef für Energieversorger evd

Volles Haus im Leibniz-Gymnasium: Beim Neujahrsempfang stellte Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann den Nachfolger von evd-Chef Rudolf Esser vor: Klemens Diekmann aus Haltern. Schule und Hallenbäder sind große Jahres-Themen.

Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann ist beim traditionellen Neujahrsempfang darauf eingestellt, am Eingang die Gäste persönlich zu begrüßen und reichlich Hände zu schütteln. Eine ganz besondere Freude war es ihm, dass darunter mit seinem Enkel Max (2) und dessen Eltern Jan-Dirk und Frauke Hoffmann auch Dormagener Neubürger waren. Mit weit über 400 Gästen hatte der Neujahrsempfang gestern in der Aula des Leibniz-Gymnasiums eine ausgesprochen große Resonanz gefunden, viele Gäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens trafen sich zum lockeren Gespräch.

evd-Chef Rudolf Esser (r.) und sein Nachfolger, Klemens Diekmann, der zurzeit noch in Haltern tätig ist, gestern beim Neujahrsempfang. Foto: Jazyk, Hans (jaz)

Setzte Hoffmann vor einem Jahr mit der Ankündigung der Neugestaltung des Bahnhofs den Eckpfeiler in seiner Neujahrsrede, so war es eine Personalie, mit der er gestern aufhorchen ließ: Nachfolger des Geschäftsführers Rudolf Esser, der nach 28 Jahren als Geschäftsführers der Energie- und Wasserversorgung Dormagen, einer städtischen Tochtergesellschaft, ausscheidet, wird Klemens Diekmann. Der 49-Jährige ist zurzeit noch Geschäftsführer der Stadtwerke Haltern. Wann er seinen Dienst in Dormagen antreten wird, ist noch unklar: "Frühestens Ende Mai mit dem Ausscheiden von Rudolf Esser", sagt Diekmann, "spätestens zum 1. Januar 2014. Das hängt noch von Gesprächen mit meinem jetzigen Arbeitgeber ab." Der gebürtige Gronauer ist gelernter Elektrotechniker, studierte an der TH Aachen und war danach in verschiedenen Positionen bei den Stadtwerken Mainz tätig, zuletzt als Prokurist. Seit 2009 ist Diekmann alleiniger Geschäftsführer der Stadtwerke in Haltern am See.

Eine klare Position bezog Bürgermeister Hoffmann zur Auflösung von Pro NRW im Stadtrat und der Neugründung der Fraktion "Ein Herz für Dormagen". Er sagte: "Es wäre ein Gewinn für die demokratische Kultur in unserer Stadt, wenn beide Ratsmitglieder mit ihrem Schritt sich auch inhaltlich und geistig von den Zielen der Partei Pro NRW gelöst hätten." Für das kommende Jahr hofft der Bürgermeister, dass die Stadt vor einem "etwas ruhigeren Jahr" stehe. Gleichwohl gebe es besondere Herausforderungen: So mit der Entscheidung, ob Dormagen eine Sekundarschule oder eine zweite Gesamtschule erhalten wird. Wichtig sei auch der zweite Bürgerentscheid der Stadt über die Zukunft der beiden Hallenbäder. Hoffmann legte sich fest: "Ein neues großes Hallenbad, das alle bisherigen Angebote aufnimmt, ist einfach kostengünstiger und wirtschaftlicher zu betreiben als zwei kleine Hallenbäder. Es entspricht auch dem gesunden Menschenverstand." Dringend angewiesen ist die Stadt auf steigende Gewerbesteuereinnahmen. "Deshalb setzen wir darauf, neue Gewerbeflächen zu entwickeln." Zurzeit gebe es die Situation, dass "rund 80 bis 90 Unternehmen jährlich bei unserer Wirtschaftsförderung anfragen, weil sie gerne zu uns kommen möchten." Aber in den meisten Fälle könne die Stadt keine geeigneten Flächen anbieten. "Wir sind ein begehrter Wirtschaftsstandort."

(NGZ)