1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Neuer Alarmplan für die Hochwassersaison

Dormagen : Neuer Alarmplan für die Hochwassersaison

Offiziell ist die Hochwassersaison festgelegt vom 1. November bis zum 30. April. In diesem Zeitraum dürfen am maroden Deich in Stürzelberg keine Baumaßnahmen vorgenommen werden. Dennoch bereitet sich das Deichamt verstärkt auf drohende Hochwasser des Rheins vor.

Gibt es neue Maßnahmen? "Ich habe gerade einen neuen Alarmplan aufgestellt und exakte Kriterien darin festgelegt", erklärt Deichgräf Eduard Breimann.

Wie ist der Ablauf im Notfall? Erreicht der Rhein die Marke 1, macht die Hochwasserschutzzentrale in Mainz die erste Meldung. Die Büros in Stürzelberg werden besetzt, die Tore geschlossen. Ab einem Stand von 8,50 Meter Kölner Pegel tritt Alarmplan 2 in Kraft. Breimann: "Dann bleiben uns 30 Stunden Zeit, um die Welle abzuwehren."

Wird das geübt? Ja. Am Samstag soll im Rahmen einer Übung am Deich der Zeitplan — Alarmierung, Anfahrt, Personal- und Materialeinteilung — verifiziert werden. Die maroden Stellen am Deich werden dann durch so genannte Big-Bags gesichert. "Drei Stunden soll die Übung dauern", erklärt der Deichgräf. Neben 15 Helfern von der Bundeswehr werden rund zehn Mitarbeiter von Deichverband und Erbentag mithelfen.

Welche Vorbereitungen wurden getroffen? Der Deichverteidigungsweg, der vom Dorfplatz in Stürzelberg bis zur Uferstraße entlang der Glaswände führt, ist bereits ausgekoffert und mit Kies und Schotter verfüllt worden.

Müssen die Anwohner Vorsorge treffen? "Nein", sagt Deichgräf Breimann. Der Deichverband beobachtete die Situation akribisch. Jede Änderung werde per Fax mitgeteilt.

Wann kann mit der Deichsanierung begonnen werden? "Bis Mai schaffen wir das nicht", sagt Breimann. Derzeit arbeitet die RWTH an einem Konzept. Später folgt noch das Planfeststellungsverfahren, dass noch einmal neun Monate dauern wird.

(NGZ)