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Dormagen: Neue Wohnungen für die Stadt

Dormagen : Neue Wohnungen für die Stadt

Die Gemeinnützige Baugenossenschaft Dormagen will ihren Wohnungsmix ändern und mehr auf kleine und große Wohnungen setzen. Der Drei-Zimmer-Klassiker ist nicht mehr gefragt. Neu: Der "Campus" an der Weilerstraße.

Die Stadt wird ihr Gesicht in den nächsten Jahren an einigen Stellen deutlich verändern. Verantwortlich dafür ist die Gemeinnützige Baugenossenschaft Dormagen (GBD), die viel Geld in die Hand nehmen wird, um eine Reihe von ehrgeizigen Wohnprojekten zu verwirklichen. In erster Linie den "Campus Weiler Straße". Für ein Investitionsvolumen von elf Millionen Euro soll auf dem 6000 Quadratmeter großen Areal der Sitz der Gesellschaft neu gebaut werden und 40 barrierefreie, architektonisch anspruchsvolle Wohnungen entstehen.

Die beiden Macher der Gesellschaft, Axel Tomahogh-Seeth und Martin Klemmer, sehen sich als eine Art Stadt-Architekten. Die beiden Geschäftsführer der größten Dormagener Wohnungsbaugesellschaft nehmen ihre Verantwortung wahr, die sie bei der Gestaltung dieser Stadt haben: "Dieser Aufgabe stellen wir uns gerne gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt", sagt Tomahogh-Seeth. Der Einfluss der GBD ist angesichts von 2389 Wohnungen groß.

Viel beachtet wird deshalb die Änderung in ihrer bisherigen Geschäftstätigkeit. Wurde in den vergangenen Jahren vornehmlich in Neubauten investiert, so rückt die Entwicklung des Wohnungsbestandes in den Fokus. Aus gutem Grund: "Wir haben festgestellt, dass viele Wohnungen nicht den Bedürfnissen der Kunden entsprechen", sagt Klemmer. "Wir haben zu viele drei-Zimmer-Wohnungen. Gefragt sind aber ein- und Zwei-Zimmer Wohnungen oder große Wohnungen mit vier und mehr Zimmern."

So wird nun ein "Masterplan" für einen besseren Wohnungsmix entwickelt. "Die Kernfrage lautet: Wie müssen Wohnungen in 20 Jahren aussehen?", fragt Tomahogh-Seeth. Eine Antwort ist der "Campus" an der Weiler Straße, der ab 2013 entstehen soll. Die 40 Wohnungen werden überwiegend zwei Zimmer haben und etwa 65 Quadratmeter groß sein.

Das Besondere wird die Kooperation mit der gegenüberliegenden Diakonie sein, die für diese (und andere) Wohnanlagen Serviceleistungen anbietet: Essen, Betreuung und anderes. "Wir haben bereits 50 Anfragen von Mitgliedern", sagt Klemmer, technischer Geschäftsführer der genossenschaftlichen Wohnungsbaugesellschaft. "Ein solches Projekt gibt es in keinem anderen Ortsteil." Für die Architektur wurde das im Rhein-Kreis bekannte Architekturbüro Schmale (Hemmerden) gewonnen.

Neben dem richtigen Mix geht es auch um neue Zielgruppen: So nimmt die GBD auch Studenten ins Visier, die sie Horrem als Standort ans Herz leben will. "Mit der S-Bahn sind es nur wenige Minuten bis zur Kölner Uni", sagt Klemmer. "Und hier gibt es statt eines zehn Quadratmeter großen Zimmers für das gleiche Geld eine 40 Quadratmeter große Wohnung."

(NGZ/rl)