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Dormagen: Neue Wohnungen für die Stadt

Dormagen : Neue Wohnungen für die Stadt

Um für junge, unkonventionelle Familien attraktiv zu bleiben treibt die Stadt den Wohnungsbau voran. In Nievenheim und nahe der Stadtmitte werden hochwertige, attraktive Wohnhäuser entstehen.

Um dem demographischen Trend und rückläufigen Einwohnerzahlen entgegenzuwirken, entwickelt die Stadt neue Baugebiete. Zwei von ihnen sollen schon bald in Nievenheim und am Rand der Stadtmitte entstehen. Die Investoren setzen dabei auf eine moderne, zeitgemäße Architektur und auf neueste energetische Standards, die sogar gesetzliche Vorgaben überschreiten.

Die Planungspolitiker der Stadt begrüßen die Planungen mehrheitlich und auch der städtische Planungsamtsleiter Gregor Nachtwey ist angetan: "Es handelt sich um zukunftsweisende Konzeptionen. Die Vorhaben gehen dabei nicht in die Fläche, sondern schließen vor Ort Lücken." Um diese Projekte geht es:

Walhovener Straße/Malvenweg Ursprünglich war auf dem rund 1,3 Hektar großen Grundstück der Bau von zwei dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern vorgesehen. Der neue Eigentürmer hat andere Vorstellungen: Nun sollen dort, zwischen Walhovener Straße und Malvenweg, westlich der Kamillenstraße, 38 Wohneinheiten gebaut werden. Je nach Variante mit 28 Doppelhäusern und zehn Reihenhäusern oder aber mit 22 Doppelhaushälften und 16 Reihenhäusern. Projektentwickler ist die Jakob Durst GmbH in Mönchengladbach, die das Grundstück von der Bayer Real Estate GmbH erwarb.

Weil flächensparendes und kostengünstiges Bauen sehr stark nachgefragt ist, werden die Grundstücksgrößen zwischen 190 und 310 Quadratmeter variieren. "Früher gab es einen verdichteten Entwurf, jetzt passt es besser", sagt Nachtwey. "Diese Planung dient auch der Stärkung der Ortsstruktur."

Am Krausberg/Hindenburgstraße Klein und fein ist das Vorhaben , mit dem sich das Architekturbüro "atelier rheinruhr" aus Oberhausen in Nievenheim beschäftigt. Im Innenbereich des 4600 Quadratmeter großen Areals will die gebürtige Nievenheimerin Petra Helf sechs Atriumhäuser bauen lassen. Sie sollen als geothermische Effizienzhäuser ausgeführt werden; eine Flachdachstruktur soll die optimale Voraussetzung dafür bieten, um Photovoltaik-Module auf den Häusern anzulegen. Zur technischen Steuerung gehören eine gesamtheitliche Wärmepumpenanlage, ein Hauswasser-Kraftwerk und eine drahtlose Gebäudeautomatisierung zur Steuerung von elektrischen Geräten und Heizung im Haus. Kritik aus politischen Reihen, dieses Projekt würde zu groß ausfallen, hielt Stadtplaner Nachtwey entgegen, dass dem Investor lediglich die Option in Aussicht gestellt wurde, das Plangebiet in einem späteren Schritt, der aber politisch genehmigt werden muss, auf 13 Häuser zu erweitern. Das aktuelle Projekt wird anders als beantragt ein Regelverfahren durchlaufen und eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit vorsehen.

(NGZ/rl)