Dormagen: Neue Regionalbahn kommt später

Dormagen : Neue Regionalbahn kommt später

Die geplante Regionalbahnlinie RE 6a, die Dormagen an Düsseldorf anbinden soll, wird sich voraussichtlich noch einmal verspäten. Nachdem es zunächst bei Verhandlungen zwischen den Verkehrsverbünden VRR und NVR mit dem Schienenbetreiber DB Regio gehakt hatte, war die Einführung schon auf Juni 2012 verschoben worden.

CDU-Fraktionschef Wiljo Wimmer, der im Aufsichtsrat der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft sitzt, sagte gestern gegenüber der NGZ: "Eine Realisierung im Sommer kommt nicht mehr in Betracht.

" Stattdessen ist nun der Einsatz zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember im Gespräch. Wimmer nennt dafür zwei Gründe: Die Verkehrsverbünde beklagen eine fehlende finanzielle Grundlage. Dabei geht es um das so genannte ÖPNV-Gesetz, an dem das Land derzeit strickt. Darin geht es um die Finanzierung der Verbünde.

Aktuell seien diese unterfinanziert und forderten langfristige Sicherheit. "Vom ÖPNV-Gesetz ist aber nicht nur die RE 6a betroffen", so Wimmer. Die DB Region hatte zudem Schwierigkeiten, für Zug- und Wagenmaterial Genehmigungen zu erhalten.

Geplant sei der Einsatz von Doppelstock-Wagen, die frühestens im Herbst einsatzbereit seien. Wimmer sieht die Verzögerung allerdings auch als Chance: "Wir wollen prüfen, ob eine Verbesserung der Taktung und eine Verlängerung der Strecke bis zum Kölner Flughafen möglich sind."

(NGZ/rl)