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Dormagen: Neue Logos für die Kliniken

Dormagen : Neue Logos für die Kliniken

Direktor Ralf Nennhaus macht die Kreiskrankenhäuser zur gemeinsamen Marke. Die "Rhein-Kreis Neuss Kliniken" bekommen auch neue Logos. Sie sollen stärker zusammenwachsen, aber ihre Individualität behalten.

Die Urkunde über die "Nutzungsrechte" des neuen Namens und der Logos hängt schon im Flur — direkt vor dem Eingang zum Chefzimmer im Verwaltungstrakt des Kreiskrankenhauses Dormagen. Die Klinik in Hackenbroich firmiert inzwischen zusammen mit dem Krankenhaus in Grevenbroich als "Rhein-Kreis Neuss Kliniken". Dazu gibt es drei neue Logos, die Krankenhausdirektor Ralf Nennhaus unserer Zeitung jetzt vorgestellt hat.

Ein Logo symbolisiert die neue gemeinsame Marke, jeweils eines kennzeichnet die beiden Kliniken, die ihre Individualität behalten. "Die Form ist bewusst dieselbe, denn man soll das Logo ja wiedererkennen. Aber die Farbgebung ist individuell", erklärt Nennhaus. Das gemeinsame Logo trägt die Farben Petrol, Türkis und Taubenblau — Farben, die sich in beiden Häusern wiederfinden. Dormagen kennzeichnet individuell die Farbe Orange, die sich bereits in der neuen Geburtshilfe wiederfindet. Grevenbroich tritt "Himbeerrot" auf.

Nennhaus weiß, dass er behutsam vorgehen muss. "Ich bin nicht angetreten, um die Häuser umzufirmieren", betont er. Denn die Identität der beiden Kliniken ist ausgeprägt: "Es gibt Einiges zu tun beim Zusammenwachsen." Gemeinsames Denken und Handeln will wachsen — und genau dabei soll der neue Auftritt helfen. Er ist mehr als eine Marketing-Strategie. "Der Name, die Marke, die Logos — das sind nur Vehikel, Mittel zum Zweck", sagt Nennhaus, der sehr wohl weiß, wie wichtig auf dem zunehmend von Konkurrenz geprägten Gesundheitsmarkt die Markenpräsenz ist. "Nehmen sie die Augustinus-Kliniken — die Marke kennt in Köln jeder." Doch Nennhaus will mehr und hat das Markenkonzept daher mit einem neuen Leitbild verbunden, das nach innen wirken und eine gemeinsame Identität stiften soll. "Das betrifft zum Beispiel die Vereinbarkeit von Beruf und Familie", sagt Nennhaus. 80 Prozent der Belegschaft in Dormagen sind Frauen, und der Wettbewerb um Fachkräfte im Gesundheitswesen ist voll entbrannt. Innerbetriebliche Konkurrenz — etwa zwischen den beiden Chirurgien — sei weiter erwünscht. Aber zugleich müsse er in Grevenbroich vermitteln, dass sich etwa das Kompetenzzentrum für die Orthopädie in Dormagen befinde. Individuelle Stärken sollen in der Marke zusammengefasst werden: "Wir wollen das Leistungsspektrum bekannter machen."

Letztlich geht es auch um den Fortbestand der Kliniken. Nennhaus will Effizienz und Umsatz steigern. Krankenhäuser müssten heute mehr als eine "schwarze Null" zu erwirtschaften. "Das Geld für Investitionen und Bauvorhaben müssen wir selber verdienen."

(NGZ)