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Dormagen: Neue Gewerbeflächen am Silbersee-Areal?

Dormagen : Neue Gewerbeflächen am Silbersee-Areal?

An seinem Schicksal hängt ein großer Teil des künftigen Wohlergehens der Stadt Dormagen: am Silbersee in Delrath. Wird zumindest ein Teil dieses rund 30 Hektar großen Areals auf der Stadtgrenze zwischen Dormagen und Neuss als Gewerbegebiet für die Stadt Dormagen nutzbar, so ist eine ihrer größten Sorgen für das wirtschaftliche Wohlergehen der Stadt gesichert.

Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann verfechtet dieses Plan energisch seit seinem Amtsantritt. "Dort liegt unsere wirtschaftliche Zukunft." Und er hat eines erreicht: RWE Power AG, in deren Eigentum sich das Areal befindet, ist erneut zu Gesprächen über die Zukunft des Geländes bereit. Ursprünglich hatte RWE das Gebiet als Vorratsfläche für ein Kraftwerk vorgesehen. Von diesem Vorhaben will RWE offenbar nicht ganz abrücken. Doch fragt es sich, ob tatsächlich die gesamte Fläche für das Kraftwerk benötigt wird.

Die Ausgangslage: In Dormagen herrscht ein akuter Mangel an großen Gewerbeflächen. Die Nachfrage — nicht nur von Logistikern — ist nach den Worten von Gabriele Böse, Leiterin der Wirtschaftsförderung, reichlich vorhanden. Die Stadt würde gerne eine Fläche westlich der Autobahn in Gewerbefläche umwandeln und als Unternehmensstandorte entwickeln. Doch dieses Ansinnen wurde mit der Begründung abgelehnt, die Bezirksregierung wünsche keine weitere Aufgabe zusammenhängender Grünflächen. Nach dem Wechsel an der Spitze des Regierungspräsidiums zu Anne Lütkes (Grüne) wird sich an dieser Haltung wohl kaum etwas ändern.

Ein weiteres Gebiet, das die Stadt ins Auge gefasst hat und in die Regionalplanung eingeflossen ist, ist das Gelände am Kohnacker. Doch dagegen gibt es massive Bürgerproteste vor allem in Delrath. Es erscheint fraglich, ob dieser Standort politisch durchsetzbar ist. Umso mehr liegen jetzt die Hoffnungen der Dormagener auf dem Silbersee-Areal.

(NGZ)