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Dormagen: Neue Firmen sollen Geld bringen

Dormagen : Neue Firmen sollen Geld bringen

Neue Gewerbegebiete und damit eine Steigerung der Gewerbesteuer sieht die Verwaltung als einen Schlüssel an, um der Haushaltsmisere die Stirn zu bieten. Doch wie kann das funktionieren? Die NGZ erklärt in einer Serie, wie die Politik den Konzern Stadt aus der Krise steuern will.

Diese Begriffe sind zu Reizworten avanciert in den vergangenen Monaten: Kohnacker, das Gebiet "westlich der A 57", das Areal am Silbersee — wenn es um das Thema potenzielle Gewerbegebiete in der Stadt geht, wird der Ton schnell rau zwischen Politikern, Verwaltung und Bürgerinitiativen. Die Flächen sind knapp — und doch so notwendig, um in der klammen Situation möglichst viel Gewerbesteuer einzunehmen.

Kämmerer Kai Uffelmann hatte im Rat die Problematik mit Zahlen hinterlegt: "Langenfeld verfügt über ein Gewerbesteueraufkommen von über 50 Millionen Euro; in Hilden liegt das Aufkommen bei 47,85 Millionen Euro; in Hürth bei 41 Millionen Euro." In Dormagen dagegen betrug das Gewerbesteueraufkommen in den vergangenen elf Jahren nicht mehr als 22 Millionen Euro pro Jahr.

Das soll sich künftig ändern. Langfristig strebt Uffelmann einen "Korridor von 30 bis 45 Millionen Euro per anno" an. Die Fortschreibung des Flächennutzungsplans berücksichtige diesen Umstand und weise parallel zur Fortschreibung des Gebietsentwicklungs- und Regionalplans der Bezirksregierung Düsseldorf verschiedene Suchräume für die Ausweisung neuer Gewerbeflächen aus.

Uffelmann hatte im Rat bereits angekündigt: "Bei einer zügigen Verfahrensdurchführung könnte Baurecht für die ersten Flächen in den Jahren 2015/2016 geschaffen werden." Die Finanzplanung rechne erstmals mit erhöhten Erträgen ab 2017. Aus der Misere ist die Stadt damit noch nicht. Rein rechnerisch müsste der Gewerbesteuersatz auf 700 Prozent erhöht werden, um die Haushaltslücke zu schließen.

(NGZ)