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Dormagen: Neue Duschen für die Römer-Therme

Dormagen : Neue Duschen für die Römer-Therme

Frank Kaldenpoth liebt seinen Arbeitsplatz. "Wenn hier die Sonne aufgeht, ist das jeden Morgen ein Erlebnis", schwärmt der 47-jährige Schwimmmeister der Römer-Therme. Die aktuellen Wartungs- und Renovierungsarbeiten im Freibad, in dem Kaldenpoth seit 1999 arbeitet, verwandeln das Idyll am Chempark momentan in eine große Baustelle.

Alljährlich wird das Bad fit gemacht für den Betrieb, der an den ersten warmen Tagen Fahrt aufnimmt. "Die aufwändige Wartung und die Reparaturen dienen vor allem dazu, teuren Großreparaturen vorzubeugen", erklärt Kaldenpoth.

Das 50 mal 21 Meter große Sportbecken, das 1800 Kubikmeter Wasser fasst, war gestern Mittag schon fast leer. Seit Dienstagnachmittag um 17 Uhr floss das Wasser ab – nur an der tiefsten Stelle des Beckens steht noch Wasser. Bis einschließlich 16. April wird gewienert, werden neue Fliesen verlegt, die Schwallwasserbehälter gereinigt, die sanitären Anlagen gepflegt. Und aufgewertet.

"Wir bekommen fünf neue Duschen", sagt der Schwimmmeister. Im Vorjahr war eine "Referenz-Dusche" mit Sensor-Elektronik eingebaut worden. "Die hat sich bewährt – jetzt wird's komfortabler und wartungsfreundlicher." Die Investitionen gehören zum Bemühen, die Betriebskosten zu senken; trotz der bis zu 2000 Besucher an Spitzentagen muss das jährliche Defizit gesenkt werden. Um die Frischwasserzufuhr fürs Becken zu senken, gibt es seit vier Jahren eine Abdeckung für den Pool, die gereinigt, insbesondere von Kalkablagerungen befreit werden muss. Im Keller, wo sich das Innenleben des Bades verbirgt, schaut Frank Kaldenpoth selbst nach dem Rechten. Feucht und warm ist es hier – "bei laufendem Betrieb 30 Grad Celsius", sagt der Schwimmmeister, der mit der Technik vertraut ist. "In ganz modernen Bädern haben die Schwimmmeister gar keinen Schlüssel mehr für den Keller – da läuft alles vollautomatisch."

Damit während der Wartung alles läuft, koordiniert der Schwimmmeister die Fremdfirmen. Ein paar Meter weiter schwingt Joachim Gösch den Putzlappen in den Damen-Umkleiden. Der Ruheständler ist einfach vorbeikommen und packt mit an. "Er kam wie gerufen", sagt Kaldenpoth, der den 64-jährigen Stürzelberger gut kennt. "Ichschwimme hier jeden Morgen eine Stunde", sagt Joachim Gösch, der "sein" Bad gerne wieder auf Vordermann bringt. Frank Kaldenpoth schaut sich die Arbeiten genau an. Es soll alles gut werden. "Die Römer-Therme ist einfach eine schöne Oase direkt neben der großen Industrieanlage. Das hat was."

(NGZ)