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Dormagen: Neue Archivpläne zeigen Klostermauern

Dormagen : Neue Archivpläne zeigen Klostermauern

Die überarbeiteten Pläne für den Archiv-Erweiterungsbau an der Stelle des Bürgerhauses Zons wurden im Kreiskulturausschuss vorgestellt.

Im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus des Archivs im Rhein-Kreis Neuss sollen an mehreren Stellen durch einen feinen Gitterrost die freigelegten Klostermauern im Kellerbereich zu sehen sein. Dazu hat Architekt Michael Baumeister, der Leiter der Kreis-Gebäudewirtschaft, die Pläne für den Neubau überarbeitet. Jetzt stellte sie Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes im Kulturausschuss des Rhein-Kreises vor - dem der Stadt Dormagen werden die Pläne in der Sitzung am Montag, 3. November, um 17.30 Uhr gezeigt.

 Die neuen Pläne für das Kreisarchiv an der Stelle des Bürgerhauses Zons lassen vom Erdgeschoss aus Klostermauern (grau) sehen.
Die neuen Pläne für das Kreisarchiv an der Stelle des Bürgerhauses Zons lassen vom Erdgeschoss aus Klostermauern (grau) sehen. Foto: LH/ Plan: Rhein-Kreis

"Die eingearbeiteten archäologischen Funde stießen auf sehr positive Resonanz", erläuterte Lonnes. Im Eingangsbereich sind die Mauern des Klosters dann für Besucher und Spaziergänger zu sehen. "Dafür wurde der Eingang vom linken auf den rechten Gebäudeteil verlegt", erklärt der Kreiskulturdezernent. Auch der eigentlich als gemeinsamer Raum geplante Lese- und Ausstellungssaal wurde daher wieder getrennt: "Über die freigelegten Mauern wird ein Steg gebaut mit Balustrade, die auch für Ausstellungen genutzt werden kann", sagt Lonnes. Dafür ist der Leseraum mit einem Aufsichtsbüro nun im rechten Gebäudeteil vorgesehen, wofür die Werkstatt etwas verkleinert wurde. Ein Nebeneffekt: Der Aufzug, der eigentlich nur bis zur ersten Etage führen sollte, geht nun bis zum Dachgeschoss.

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Auch die Fensterstruktur wurde nach Kritik der Denkmalbehörden neu geplant: Jetzt greift sie die Klosterfenster auf: Dreigeteilt im Erdgeschoss und zweigeteilt im Obergeschoss. "Ein Probefenster ist im Friedestrom-Park am Südtor aufgebaut", erklärt Tillmann Lonnes.

Trotz der Umgestaltungen mit Mehrkosten für den Denkmalpflege-Bereich soll das Projekt insgesamt nicht teurer werden, betont Lonnes: "Wir werden den Kostenrahmen von 6,5 Millionen Euro einhalten." Das wurde unter anderem durch eine einfachere Bauweise im Keller erreicht. Der Erweiterungsbau des Kreisarchivs ist notwendig, weil die Lagerkapazität in den Räumen in der Burg Friedestrom nicht mehr lange ausreicht, um die Archivalien des Rhein-Kreises Neuss, der Stadt Dormagen und der Gemeinde Rommerskirchen zu beherbergen. Vor zwei Jahren, als das Projekt begonnen wurde, war noch für fünf Jahre Platz für Archivgut - jetzt nur noch für drei Jahre. Daher wurde bereits ein Raum im Südbereich des Archivs von einer museumspädagogischen für eine archivgemäße Nutzung umgewandelt. "Daher würde ich mich sehr freuen, die Pläne, die nun Genehmigungsqualität haben, im städtischen Planungsausschuss so schnell wie möglich vorstellen zu können", sagte Lonnes. Auf der Tagesordnung für die nächste Sitzung des Gremiums am 4. November steht der Kreisarchivs-Erweiterungsbau bisher noch nicht.

Noch würden die Grün- und die Beleuchtungsplanung fehlen, auch für das Grundstück der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen, die Tiefgarage, müsse noch ein Lärmschutzgutachten erstellt werden, zählt Lonnes weitere Aufgaben auf. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass es bald losgeht", sagte der Kreiskulturdezernent. Erst nach einer erneuten Offenlage und dem Beschluss in einem Planungsausschuss kann mit dem Abriss des Bürgerhauses begonnen werden.

(NGZ)