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Natur in Dormagen: Eselpark Zons setzt auf Totholzhecken

Für Kleintiere und Insekten : Eselpark Zons setzt auf Totholzhecken

Der Eselpark Zons und der NABU schaffen durch den Bau von songenannten Totholzhecken Wohnraum für zahlreiche Kleintiere und Insekten. Wie die Natur den Menschen näher gebracht werden soll.

In diesem Jahr will der Eselpark Zons noch einmal einen besonders großen Schritt in Richtung Naturschutz und Nachhaltigkeit gehen, dafür arbeiten Peter Norff und sein Team nun mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) zusammen. Zu Beginn des Jahres pachtete Norff einige neue Weiden für seine zahlreichen Tiere, auf diesen Weiden stehen über fünfzehn sogenannte Kopfweiden. Kopfweiden sind Bäume, genauer Weiden, die regelmäßig eingekürzt und beschnitten werden müssen – diese Aufgabe liegt bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern der NABU-Ortsgruppe. „Die Kopfweiden auf diesen Weiden wurden über viele Jahre nicht gepflegt. Die knorrigen Weidenbäume stehen am Niederrhein und überwiegend in Flutgebieten, wenn die Äste zu hoch sind, dann brechen diese auseinander“, erklärt Peter Norff.

Für den Naturliebhaber stand daher schnell fest, dass die Bäume einen neuen Schnitt brauchen. Bergeweise Gehölz fiel zu Boden, gemeinsam mit dem NABU beschloss Norff, daraus Totholzhecken zu bauen. Die bestehen aus dem Schnittgut und bieten Lebensräume für zahlreiche Tiere wie Igel, Schlangen und Insekten. „Diese Hecken haben gleich mehrere Vorteile, zum einen gehen meine Esel nicht an die Bäume ran, und an den Hecken können die Tiere sogar knabbern. Zudem wollen wir damit die Natur wiederbelben und die Totholzhecke soweit mit Sträuchern aufstocken, dass sie auch als Zuhause für Bienen und Singvögel dienen kann.“ Er führt aus: „Der NABU kam mit rund zehn Leuten angerückt, das Projekt eilt, da wir noch rechtzeitig zur Brutzeit der Tiere fertig werden wollen. Ich war überrascht vom Engagement der Ehrenamtler, als Belohnung gab es dann Erbsensuppe, das muss auch sein.“

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Norff möchte die Natur nicht nur erblühen lassen, sondern diese auch den Menschen näher bringen. „Mein Wunsch wäre, dass wir bald Führungen für Schulen, Kindergärten und natürlich auch andere Interessierte anbieten können und den Menschen klar machen, warum grüne Flecken für uns so wichtig sind.“ In diesem Jahr sei außerdem eine Zusammenarbeit bzw. ein Gemeinschaftsprojekt mit Imkern geplant: „Wir wollen einen Bienenstock von innen zeigen.“ Peter Norff freut sich über die Fortschritte: „Wir haben mittlerweile bereits sehr viel abgedeckt und ich freue mich tierisch, dass alles so gut klappt.“

(kiba)