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Dormagen: Narren in Hackenbroich mit viel Fantasie

Dormagen : Narren in Hackenbroich mit viel Fantasie

Lautes Trommeln vom Tambourcorps, Funkemariechen vom Tanzexpress – und endlich wieder ein Dreigestirn: Beim Umzug in Hackenbroich am Sonntag strahlten Prinz Thomas, Bauer Uwe, Jungfrau Alexandra und viele Hundert Jecken mit der Sonne um die Wette.

Bester Laune und vorneweg im Cabrio: Zugführerin Angelika Lindlau: „Alaaf! Wir haben dieses Jahr sehr ausgefallene Narren dabei; Venezianer, Planschbecken und die Tanzgruppe Greesberger aus Köln, die auch im Rosenmontagszug mitläuft“, ruft die begeisterte Karnevalistin im Vorbeifahren. Hinter ihr reihen sich 27 Fußgruppen und fünf große Wagen am närrischen Volk vorbei – und werfen, was das Zeug hält: Kamelle, Strüssjer, Pralinen und Kuscheltiere regnen auf die Narren herab.

Nicht zu vergessen: Die 20 Wagen-Engel, die die großen Gefährte sicher an den Zuschauern vorbei lotsen. Rund einen Kilometer ist der Zoch lang: Unter den Jecken sind auch die Gruppe Micado, mit schwarzen Kostümen und glitzernden Masken aus Venedig, und die „Fründe u Pänz“, die als Planschbecken dem Sommer entgegenlaufen: „Zum siebten Mal sind wir dabei“, sagt Heike Moll, mit gelbem Gewand, blauer Perücke und Plastik-Schwimmbad um den Bauch.

Krönender Abschluss: Der Wagen des Dreigestirns. „Nach Jahren hat sich endlich wieder ein Prinz gefunden“, freut sich Gaby Bürger, selbst im Karneval bei der KG Sondachsjecke aktiv. Dieses Jahr genießt sie das närrische Treiben als Zuschauerin. „Der Karneval hier macht einfach Laune“, ruft Dirk Helmig. „Seit 20 Jahren spiele ich mit im Tambourcorps – heute vor dem Dreigestirn.“ Er hat es eilig. Es ist Zeit zu trommeln. Möglichst laut.

(NGZ)