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Dormagen: Nahversorger für Dormagen

Dormagen : Nahversorger für Dormagen

REWE will im Sommer in Delhoven eröffnen. Für Nievenheim hat die Stadt Dormagen die Bauanfrage für einen neuen Lidl am Ortseingang abgelehnt. Vorrangig soll die Immobilie an der Bismarckstraße wiederbelebt werden.

Die Versorgung in den einzelnen Dormagener Stadtteilen ist immer wieder Diskussionsthema für Bürger und Politik. Vor allem Discounter Lidl zeigt in jüngster Zeit verstärkt Interesse, sein Angebot in Dormagen auszubauen. Während in Kürze mit dem Bau des Discounters am Ortseingang zu Stürzelberg begonnen werden soll, hat die Stadt eine Lidl-Anfrage für Nievenheim zurückgewiesen. Der neue REWE-Supermarkt hingegen, der im Delhovener Neubaugebiet entsteht, soll im Sommer eröffnen.

Gegenüber der Nievenheimer Esso-Tankstelle am Ortseingang von Dormagen aus, wollte sich Lidl mit einem neuen Markt ansiedeln. Auf eine diesbezügliche Anfrage der SPD Nievenheim hin teilte die Verwaltung mit, dass das Planungsrecht dort keine Ansiedlung eines Discounters erlaube. "Da sich in Stürzelberg ein Lidl ansiedeln wird und auch für Delrath ein Discounter im Gespräch ist, sehen wir keinen Bedarf für einen weiteren Markt", erklärte SPD-Kreistagsmitglied Doris Wissemann in einer Pressemitteilung. Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann gab an, dass ihm keine Pläne für eine Ansiedlung in Delrath bekannt sind. "Ich sehe dort allerdings auch eher keine Verwirklichungschance im Falle einer solchen Anfrage", gab er an.

So scheinen die Discounter-Fragen dort vom Tisch. "Das Nahversorgungskonzept für Dormagen sieht allerdings eine Wiederbelebung der Immobilie an der Bismarckstraße 59 vor", erklärt Hoffmann. Nachdem dort ein Kaisers und später ein Baugerätehandel geschlossen hatten, steht das Ladenlokal in direkter Nähe der Salvator-Apotheke wieder leer. Vorrangiges Ziel der Stadt sei es, eine Lösung für diesen Zustand zu finden. Bereits 2008 hieß es im Nahversorgungskonzept, das externe Gutachter für die Stadt Dormagen ausgearbeitet hatten, dass der Stadtteil mit einem Edeka und Aldi gut versorgt sei. Allerdings seien die Märkte aus dem Süden und Osten des Ortes nicht gut erreichbar. Wünschenswert wäre, wenn an der Bismarckstraße ein weiterer Markt gebaut würde, so die Gutachter.

Unterdessen entsteht in Delhoven ein neuer REWE. "Wir hoffen, dass im Mai die Bauübergabe erfolgt", machte REWE-Sprecherin Anja Delang deutlich. Der Supermarkt-Betreiber selbst sei Mieter der Immobilie, deren Bau sich bereits längere Zeit hinzieht. "Es gab sicher Verzögerungen. Wir wollen nun im Juni oder Juli eröffnen", so Delang. Ihren Angaben nach soll der REWE dort als Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von rund 1200 Quadratmetern entstehen. Der Fokus liege besonders auf Obst und Gemüse sowie Bioprodukten.

(NGZ)