Nachhaltigkeitspreis Dormagen: Straberger Grünprojekt überzeugt Jury

Nachhaltigkeitspreis Dormagen : Straberger Grünprojekt überzeugt Jury

Für den Nachhaltigkeitspreis der Stadt Dormagen wurden elf Projekte eingereicht, vier erhielten einen Preis – und alle den verdienten Applaus. Das Ziel: Die (Um-)Welt ein Stück besser zu machen.

Elf Projekte, die Dormagen ein Stück weit umweltfreundlicher machen, wurden jetzt beim Nachhaltigkeitspreis der Stadt gewürdigt. „Sie sind alle Gewinner, Sie alle tun etwas dafür, dass sich die Welt ein Stück verbessert“, sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld zu den Projekt-Vertretern, wobei er auch den sieben Beiträgen, die von der Jury keinen Preis erhielten, bescheinigte: „Toll, überall steckt Herzblut dahinter. Bleiben Sie weiter aktiv und helfen Sie, die Zukunft der Kinder zu verbessern.“ Die Teilnehmer erhielten den neuen nachhaltigen Dormagen-Becher.

Wie Lierenfeld ausführte, zeige die gute Wettbewerbs-Resonanz, „dass die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz viele Menschen in Dormagen bewegen“. Organisatorin Anke Tobies-Gerstenberg vom Umweltteam zeigte sich vom Engagement der Teilnehmer begeistert, die „Ideen von der Ressourcenschonung über den Tier- und Artenschutz bis zur Sicherung der Lebensgrundlagen“ einbrachten.

„Gewinner unter lauter Gewinnern“ (1000 Euro) wurde die Initiative „Grün und Dorf in der Landschaft“, eingereicht von Ralf Krechel. Entstanden aus „Unser Dorf hat Zukunft“, fördert die „Grüngruppe“ in Straberg die Umwelt, fördert den lokalen Handel und unterstützt die gelebte Dorfgemeinschaft. Ein Beispiel ist die Schaffung eines blütenreichen Bauerngartens. „Wir haben nicht damit gerechnet, angesichts so vieler toller Projekte, einen Preis, schon gar nicht den ersten, zu erhalten“, sagte Krechel bei der Feierstunde im Historischen Rathaus.

Der zweite Platz (750 Euro) ging an die „Walddetektive“ der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Dormagen. Dabei steht die Bildung im außerschulischen Lernort Natur im Mittelpunkt. „Wir unternehmen viel im Wald, lernen Pflanzen und Tiere kennen“, erklärte ein junger Walddetektiv. „Wir wollen mit dieser Gruppe der Naturentfremdung entgegenwirken“, betonte , Biologin und Waldpädagogin Nina Keßler.

Den dritten Platz (500 Euro) erreichte „Berthas Garten“. Der Schulgarten der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule verknüpft ökologische, ökonomische und soziale Aspekte und macht sie durch Handeln erfahrbar. Die Schüler können im Schulgarten lernen, wie sich Nachhaltigkeit konkret umsetzen lässt. Lehrer Günter Möller, Leiter des Projektes, erklärte: „Wir haben jetzt auch Obstbäume und nicht mehr gemähte Flächen, auf denen Wildblumen wachsen können.“ Schülerin Christina Kofer berichtete vom Spaß bei der Schulgarten-Arbeit.

Den Anerkennungspreis (250 Euro) erhielt das Projekt „Rhein Clean Up“ von Karin Schwanfelder. „Mit dem Anerkennungspreis möchten wir ihr herausragendes Engagement würdigen. Das Preisgeld wird Ihnen sicher nützlich sein, wenn es darum geht, notwendige Materialien wie Handschuhe und Säcke für die nächsten Aktionen anzuschaffen“, sagte Lierenfeld. Die Initiatorin der privaten Aufräum-Tage am Rhein und zuletzt auch im Top-West-Gewerbegebiet appellierte an alle Dormagener, Müll zu vermeiden und den auf Wiesen oder am Rheinufer liegenden Unrat mitzunehmen.