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Nachhaltigkeit in Dormagen: Ex-Tesla-Mitarbeiter gründet Unternehmen

Neues Unternehmen in Dormagen : Vom Autoverkäufer zum nachhaltigen Einzelkämpfer

Nach seiner Zeit beim Autoriesen „Tesla“ gründete Özkan Elmascan ein neues Unternehmen in Dormagen. Der Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit. Warum er dafür nicht in eine Großstadt wollte.

Es ist gar nicht lange her, da leitete Özkan Elmascan erfolgreich Projekte des milliardenschweren Autoriesen „Tesla“, nun bringt der 32-Jährige sein eigenes Unternehmen in Nievenheim an den Start. Bei Elmascan dreht sich alles rund um das Thema Nachhaltigkeit, dabei setzt der zugezogene Dormagener jedoch auf nachhaltige Lösungen für kleines Geld.

Özkan Elmascan begann seine Karriere als Automobilkaufmann und absolvierte nebenbei ein Studium. Nach seiner Ausbildung verschlug es den heutigen Unternehmer für eine Weile nach Australien: „Meine Zeit in Australien hat mich zum Nachdenken angeregt. Dort wurde mir klar, dass wir die Welt besser behandeln sollten und auf unseren Fußabdruck achten müssen.“ Seine Zeit in auf dem Kontinent habe ihn dazu inspiriert nicht in die Großstadt zu ziehen, sondern ein Haus in Dormagen zu bauen. Zurück in Deutschland arbeitet er zunächst für andere Autohersteller, dann bekam er die Stelle bei Tesla. „Dort habe ich dann erstmals Nachhaltigkeit in der Automobilbranche erleben dürfen, das hat mich geprägt“, führt er aus. Dennoch gab er den mutmaßlichen Traumjob nach einigen Jahren auf: „In meinem Beruf hatte ich nach und nach nur noch mit reichen Menschen zu tun, die sich diese nachhaltigen Lebensstil leisten konnten. Den Zugang zur Nachhaltigkeit gab es nur für ein elitäres Publikum, davon hatte ich genug“, beschreibt Elmascan. „Ich komme selber aus einem Brennpunkt in Köln, stamme von Menschen ab, die eingewandert sind und so wollte ich die Energiewende auch für den kleinen Euro anbieten.“

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Dafür beginnt der Unternehmer zunächst mit günstigen E-Bikes und kleinen Solaranlagen. „Das Wichtigste ist wohl, dass ich Solarmodule für Mietwohnungen anbiete. Diese können einfach auf dem Balkon aufgestellt werden und in eine Steckdose gesteckt werden, die mit der Wohnung verbunden ist. So kann Nachhaltige-Energie im Kleinen produziert werden.“ So liege beispielsweise eine Mini-Photovoltaikanlage bei rund 650 Euro. „Das Besondere ist weiterhin, dass die Produkte alle aus Deutschland kommen. Damit das Ganze auch wirklich nachhaltig bleibt.“ Außerdem habe er immer ausreichend E-Bikes auf Lager. „Das ist bei vielen anderen ein Problem.“

Aktuell ist das Unternehmen, welches den Namen „nikkorides“ trägt, eine Ein-Mann-Firma. „Ich habe gerade erst angefangen und hoffe natürlich darauf, dass bald ein Team dazu kommt“, erklärt Özkan Elmascan. Momentan sind Termine in seinem Laden lediglich nach Vereinbarung möglich, zudem stellt er seine Produkte auf seiner neuen Website vor.

Die Resonanz bezüglich der Gründung seines Unternehmens seien bis jetzt durchweg positiv: „Eigentlich ist jeder begeistert darüber, dass mein Fokus so auf der Nachhaltigkeit liegt. Ich habe mich bewusst dazu entschlossen, dass ich keine teuren Autos mehr verkaufe, sondern mich für dieses wichtige Thema einsetze.“