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Nach zwei Jahren in Dormagen: Frauenberatungsstelle erweitert Angebot

Seit zwei Jahren in Dormagen : Frauenberatung erweitert Angebot

Im Mai startet eine „Trennungsgruppe“ in der Dormagener Beratungsstelle.

Im März 2017 wurde die Außenstelle der Frauenberatungsstelle in Dormagen eröffnet. „Wir haben großen Zulauf“, erklärte Janne Gronen, Geschäftsführerin der Frauenberatungsstelle im Rhein-Kreis. Daher wurde in den Räumen des Netzwerks Alte Apotheke am Montag nicht nur gefeiert, sondern auch angekündigt, dass das Angebot ab April erweitert wird. Von 933 Frauen, die 2018 beraten wurden, stammen 14 Prozent aus Dormagen. Vizebürgermeister Hans Sturm lobte das Engagement der Beraterinnen als „unermesslich wichtige Arbeit, Frauen in schwierigen Situationen beizustehen“. Auch CDU-Landtagsabgeordnete Heike Troles würdigte die „niederschwelligen Angebote, um Frauen zu stärken“.

Ab nächstem Monat bietet Sozialpädagogin Fleur König montags auch Beratungszeit am Abend an. Am 6. Mai startet die „Trennungsgruppe“. Das Beratungsangebot kommt in Dormagen sehr gut an. Die Beratungsstelle, die vom Verein „Frauen helfen Frauen“ getragen und vom Land NRW und vom Rhein-Kreis gefördert wird, hatte sich entschlossen, nach den guten Erfahrungen seit 2011 mit der Außenstelle in Grevenbroich vor zwei Jahren auch eine in Dormagen zu eröffnen. Im Netzwerk Alte Apotheke, Kölner Straße 30, wechselte die Beraterin in einen ruhigen, anonymen Raum in der ersten Etage, den sich Fleur König mit der Drogenberatung teilt, die mittwochs zu erreichen ist.

Jeden Montag bietet die Frauenberatungsstelle von 8.30 bis 12.30 vier Termine an (Anmeldung unter 02131 271378), von denen Fleur König eine für Notfälle frei hält. Denn nach Gewalterfahrungen brauchen Frauen dringend Hilfe.

In Dormagen drehen sich die meisten Probleme der Ratsuchenden um Trennung und Scheidung, wie König ausgemacht hat: „Daher bieten wir nun die neue Gruppe dazu an.“ „Gewalt gegen Frauen ist mehr in den Fokus gerückt“, so Gronen. So stieg die Anzahl der Frauen an, die der Polizei nach der Wegweisung des gewalttätigen Partners erlaubten, ihre Daten zur Kontaktaufnahme an die Beratungsstelle zu geben: In Dormagen waren 2017 genau 43 Frauen zur Beratung bereit, 2018 waren es 53. Dabei stieg die Anzahl der Frauen aus dem Bereich Dormagen, Delhoven, Horrem und Hackenbroich von 26 auf 43. „Die Zahl der Frauen, die keine Daten-Freigabe erteilten, ist ähnlich hoch, zudem liegt das Dunkelfeld bei rund 80 Prozent“, so Gronen.