Dormagen Musikgeschichte im Phonomuseum

Dormagen · Fünf Jahre besteht das Internationale Phono- und Radiomuseum in Dormagen.

Mit Pettycoat und Tellerrock beim Knistern des Grammofons in der Zeit zurückreisen, kann man seit fünf Jahren im Internationalen Phono- und Radiomuseum Dormagen. Während auf der Tanzfläche unter anderem regelmäßig die "Boogie Friends NRW" und die "Tigerfeet" mit beeindruckenden Tanzeinlagen Boogie Woogie und Swing der 30er und 40er Jahre aufführen, gibt es wechselnde Ausstellungen zu vielen bereichen der Musik. Ab und zu rollen auch echte Oldtimer-Raritäten aus ganz NRW an der Bahnhofstraße 2-4 vor.

Um 15 Uhr öffnet das Museum jeden Sonntag zu Veranstaltungen seine Türen, meist gibt es bereits ab 14.15 Uhr eine Musuemsführung. Ausstellungen zeigen die Entwicklung vom Phonografen zum Grammofon sowie die Geschichte des Radios. Neben den Dauerausstellungen werden regelmäßig Wechselausstellungen gezeigt, die auch junges Publikum anziehen. Von Kunstwerken, zu denen einige der Plattenspieler selbst zählen, bis hin zu Veranstaltungen wie der "Rocking Sixties"-Nacht, dem Dormagener Musikantentreffen oder der "Balboa-Tanzparty", bietet das Phonomuseum nicht nur etwas zum Anschauen, sondern auch zum Mitmachen. "Kulturgeschichte zum Anfassen", nennt es Volkmar Hess, einer der Initiatoren und Betreiber des Museums. Eine Ausstellung zu 80 Jahren deutscher Tonband- und Filmgeschichte, sowie Chris Howlands persönliches Tonstudio sind nur einige Highlights.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die mit Herz und Seele mithelfen, freuen sich über die positive Resonanz, die Veranstaltungen wie das Fest zum 5. Geburtstag hervorrufen. Für Sonntag, 28. Juni, um 15 Uhr hat der Ausnahmepianist Jörg Hegemann mit seinem Boogie Woogie Piano Programm "Shout For Joy!" zugesagt. "Im Phonomuseum erlebt man immer Überraschungen", sagt Hess. Der Eintritt ist frei, da sich das Museum seit seiner Eröffnung ausschließlich durch Spenden und einen Förderverein finanziert.

(NGZ)
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