Mordprozess: Heute Urteil gegen Dormagenerin

Kriminalität : Mordprozess - am Donnerstag Urteil gegen Dormagenerin

Am Donnerstag geht es um die Zukunft von Jessica A. Die 35 Jahre alte Dormagenerin steht in Leeuwarden in Nordfriesland/Niederlande vor Gericht und wartet auf das Urteil des Richters.

Ihr wird vorgeworfen, ihren Ehemann Tjeerd V. (37) im Juli 2017 ermordet zu haben. Mindestens soll sie aber maßgeblich mitbeteiligt gewesen sein. Der Staatsanwalt fordert 20 Jahre Haft.

Das Urteil wird auf der Basis von Indizien gefällt werden müssen, denn die Dormagenerin bestreitet die Tat. Das ist auch das Problem von Ermittlern und Staatsanwalt: Es fehlt die Mordwaffe, mit der Tjeerd V. nachts auf einer Wiese brutal erschlagen worden ist, es gibt keine anderen schwerwiegenden Beweise. Und: Die Staatsanwaltschaft ist fest davon überzeugt, dass die Witwe den Mord nicht alleine begangen hat, aber die Polizei und Justiz waren bislang nicht in der Lage, diese andere Person oder Personen aufzuspüren. Verdächtigt werden die in Dormagen wohnende Mutter der Angeklagten sowie der Onkel aus Wilhelmshaven. Dieses Duo machte laut Staatsanwaltschaft vor dem Mord einen verdächtigen Besuch bei der Angeklagten und besuchte den späteren Tatort. Unter Verdacht war auch der 35 Jahre alte Ex-Freund aus Dormagen, mit der sie in der Zeit vor und nach der Ermordung ihres Mannes eine Affäre gehabt haben soll.

Der leitende Ermittler sagt: „Der Fall ist einzigartig in seiner Fähigkeit, einen Partner zu zerstören.“ Die Angeklagte habe ihren Mann „buchstäblich gefangen und wie eine Femme fatale am Tatort verführt, ehe er nach dem Sex brutal erschlagen wurde“. Als Mordmotiv gilt neben einer gescheiterten Ehe viel Geld durch eine Lebensversicherung und Immobilien. Die Familie hat drei kleine Kinder.

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