Internationales Mundartarchiv: Monika Gruber kann Friedestrompreis nicht entgegennehmen

Internationales Mundartarchiv: Monika Gruber kann Friedestrompreis nicht entgegennehmen

Eine Premiere: Zum ersten Mal seit 1986 wird der Friedestrompreis des Mundartarchivs des Rhein-Kreises nicht vergeben. Der Grund: Preisträgerin Monika Gruber kann ihn in Zons nicht entgegennehmen.

Laut ihrem Management habe sie keine Zeit. Diese Antwort hat der Leiter der Einrichtung, Achim Thyssen, nun zum zweiten Mal erhalten. Bereits im vergangenen Jahr nämlich hatte er versucht, für den Festakt in der Nordhalle einen Termin abzustimmen. Bekannt gegeben hatte das Archiv den Namen der Preisträgerin im Juni. "Die Regel ist, dass dann im Oktober oder November die Verleihung ist", sagt Thyssen.

Damals habe sich das Management der Kabarettistin und Schauspielerin, bekannt auch aus der Heute Show oder der Serie "Hubert und Staller", sehr erfreut über die Auszeichnung geäußert, wie Thyssen sagt. Dann hätten die Verantwortlichen gewechselt, und es wurde auf deren Bitte bereits eine Ausnahme gemacht: Die Verleihung sollte auf das Frühjahr 2017 verschoben werden.

"Doch nun heißt es, Frau Gruber habe auch 2017 keine Zeit, nach Zons zu kommen", so der Leiter. "Ich bin enttäuscht, und wir werden darüber in der nächsten Sitzung des Ausschusses reden", sagt Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes.

  • Fotos : Die zauberhafte Ina Müller in Zons

Deutlicher wird da schon Reinhard Rehse, Vorsitzender des Kreiskulturausschusses und neben Lonnes und Thyssen Mitglied der fünfköpfigen Jury: "Ich bedaure das sehr. Wir werden dem Ausschuss vorschlagen, den Preis 2016 nicht zu verleihen, erst 2018 wieder." "Das ist sehr unprofessionell von der Dame", meint Franz-Josef Radmacher, ebenfalls Jury- und Kulturausschussmitglied.

Gruber wäre die 16. Preisträgerin gewesen. Ausgezeichnet und nach Zons gekommen waren bis jetzt Künstler wie Ina Müller, Emil Steinberger, Wolfgang Niedecken, Uwe Steimle und Konrad Beikircher.

(goe)
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