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Dormagen: Mit Teamgeist Dormagen zur Marke machen

Dormagen : Mit Teamgeist Dormagen zur Marke machen

Thomas Schmitt tritt heute in einer Woche seine neue Stelle als Leiter des Stadtmarketings an. Er setzt auf Kooperation und Gemeinschaft.

Ob Aschermittwoch ein guter Tag für den Dienstantritt bei einem neuen Arbeitgeber ist, darüber mag es vielleicht sogar eine Statistik geben - für Thomas Schmitt ist es jedenfalls ein besonderer Schritt: Zum einen wird er zu einem zentralen Baustein in dem neuen Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-Konstrukt, zum anderen wird er parallel seinen Wohnort vom beschaulichen Hockenheim in die Metropole Köln verlegen. Das ist auch eine Art Familienzusammenführung, weil seine Ehefrau als Rechtsanwältin bereits in die Domstadt gewechselt ist. Auf den 36 Jahre alten Schmitt wartet als neuer Stadtmarketingleiter eine der spannendsten Aufgaben, die es zurzeit in Dormagen gibt. "Ich freue mich auf diese schöne, spannende Herausforderung, die ein wesentlicher Grund für meine Bewerbung war", sagt Schmitt. "Meine ersten Eindrücke von der Stadt sind sehr, sehr positiv."

Schmitt verlässt das mit rund 20.000 Einwohner mehr als drei Mal so kleine Hockenheim, um in Dormagen dennoch ein ähnliches Spannungsfeld zu erleben: Beide Städte liegen in florierenden Regionen, Hockenheim mit Heidelberg und Mannheim in der Nähe, Dormagen mit Köln und Düsseldorf. In Hockenheim war er der erste Geschäftsführer des neuen Marketingvereins, hier nun erster Leiter des neuen Stadtmarketings. Für ihn ist eines klar: "Dormagen ist viel mehr als ein Industriestandort an der Autobahn." Bei seinen Besuchen in der Stadt hat er mit Knechtsteden und der Zollfeste Zons bereits zwei "touristische Höhepunkte" kennengelernt, er nennt auch die "Sportstadt" dank der Erfolge von TSV Bayer-Athleten.

Apropos Sport: Da outet sich Schmitt als aktiver Sportler, der vor allem gerne Fußball spielt. Früher als Mittelstürmer in Vereinen, heute zeitbedingt in einer Freizeitmannschaft auf der gleichen Position oder auf der "6" im Mittelfeld - Positionen, in denen man einstecken und austeilen kann. Durchsetzungsvermögen wird er auch in seiner neuen Aufgabe benötigen, aber auch Kooperationsfähigkeit, Verhandlungsgeschick und Vermögen zum Netzwerken. Denn, das hat der neue Mann bereits festgestellt, es gibt in Dormagen viele Initiativen und Gruppierungen, "die sich mit viel Engagement in und für die Stadt engagieren. Sie gilt es, mitzunehmen". Für Schmitt ist die Entwicklung des Stadtmarketings und einer Dachmarke "ein langfristiger Prozess". Schnelle Erfolge dürfen da nicht erwartet werden. Vor allem gelte es, die Gemeinschaft mehr in den Mittelpunkt zu rücken.

In diese Richtung zielt auch das Stadtmarketing-Konzept, dass Michael Bison, Geschäftsführer der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD), in der vergangenen Woche vorstellte. In dessen Entwicklung war Schmitt schon eingebunden, er soll es nach der geplanten Verabschiedung im März auch mit Leben füllen. Dabei sieht er Stadtmarketing als eine Gemeinschaftsaufgabe an, die Schritt für Schritt entwickelt werden muss.

(schum)