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Dormagen: Mit heißen Gimmicks in die neue Grillsaison

Dormagen : Mit heißen Gimmicks in die neue Grillsaison

Jetzt feuern wieder viele Dormagener ihren Grill an. Die NGZ hat nach "Spielereien" für ambitionierte Hobby-Griller gefragt.

Zum Frühstück ein paar dänische Muffins, am Mittag eine herzhafte Pizza und abends Asiatisches aus dem Wok. Das hat nichts mit Grillen zu tun? Hat es doch! Denn heutzutage landen nicht nur Steaks, Filets und Gambas auf dem Grill. Es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Einer, der sich auskennt auf diesem Gebiet, ist Holger Gongoll vom Dormagener Freizeitmarkt Gongoll. Er bietet in seinem Markt alles an vom günstigen Schwenkgrill bis zum Luxusgerät zum Preis eines halben Kleinwagens und weiß, was zurzeit gefragt ist.

Prachtstück der aktuellen Ausstellung in seinem Laden in Hackenbroich ist ein Grill, der so manche kleine Küche locker ersetzen könnte. Auf die Frage "Was kann der denn so?" antwortet Gongoll: "Im Prinzip: Grillen." Doch so einfach ist das natürlich nicht, denn diese Alleskönner haben schon einiges auf dem Kasten. "Die haben zum Teil sechs verschiedene Brenner. Das ist ganz praktisch, weil man die Temperatur unterschiedlich einstellen kann", sagt der Markt-Chef. "Man kann also Brot warmhalten, Steaks heiß anbraten und gleichzeitig Fisch dampfgaren." An der Seite gibt es noch einen Gaskocher. "Da kann man im Topf Soßen kochen oder Kartoffeln." Dass man nicht nur Bratwürstchen auf diese Art Grill hauen kann, weiß Gongoll aus Erfahrung. "Ich habe mit so einem kürzlich grünen Spargel und gegrillte Gambas mit Absinth gemacht – das war echt lecker." Doch nicht jeder kann sich so einen Luxusgrill leisten – und das muss er auch gar nicht. "Einen guten Grill bekommt man schon für 500 bis 1000 Euro. Die halten dann auch sehr lange", erklärt Gongoll. Generell ginge der Trend weg vom Billig-Modell, das nur eine Saison überlebt, hin zum hochwertigen Grill. Ob Gas-, Elektro- oder Holzkohlegrill, das muss dann jeder selbst wissen. Holger Gongoll weiß, dass nicht der Grill alleine zählt: "Viele schwören ja auf einen Holzkohle-Grill, aber da sollte man auch darauf achten, gute Kohle zu kaufen." Denn es hinge auch davon ab, wie die Holzkohle präpariert ist und ob sie genug Hitze entwickelt.

Jedem Griller sein Modell. So passt auch nicht jeder Grill zu jedem Menschen. Für den Balkon empfiehlt Gongoll einen Elektro- oder Gasgrill – bei einem Holzkohlegrill habe man schnell mal die Nachbarn auf der Matte stehen, die sich über den Rauch beschweren. Für Studenten hat er einen tragbaren und günstigen Kugelgrill auf Lager, der auch optisch einiges her macht und leicht genug ist, um ihn mit an den See zu nehmen.

Besondere Gimmicks gibt es natürlich für jeden Grill-Fan. Die "Hamburger-Presse" macht jeden unförmigen Hackfleisch-Ball zu einem gleichmäßig runden Burger. Für Fisch gibt es extra Holzplatten, die gewässert werden und auf denen der Fisch dann gegart und geräuchert wird. Spezielle Holzchips geben dem Steak ein rauchiges Aroma – "Das Fleisch braucht man dann gar nicht mehr zu marinieren", sagt Gongoll. Sogar einen runden Pizzastein mit Edelstahl-Griffen gibt es, den man auf dem Grill platzieren oder bei den teuren Modellen sogar ins Rost einlassen kann. Der Wok für den Grill darf nicht fehlen, genauso wenig wie das Blech, in das man den Teig für die dänischen Muffins oder andere Naschereien geben kann.

(NGZ)