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Serie: Eisdielen-Check von NGZ und NE-WS 89.4: Mit einem Haselnuss-Eis fing alles an

Serie: Eisdielen-Check von NGZ und NE-WS 89.4 : Mit einem Haselnuss-Eis fing alles an

Borut Potocnik bietet nur acht Eissorten an, dafür sind die aber selber hergestellt. Das Spaghetti-Eis gibt's in Variationen.

Acht Eissorten sind draußen an der Tafel angeschlagen. Wer glaubt, das seien nur die Sonderangebote, irrt. Mehr Auswahl bietet Borut Potocnik in seinem Café "Eiskultur" nämlich nicht. Tatsächlich hat er sie sogar erst vor kurzem vergrößert. "Ich möchte jede Sorte frisch anbieten, anders geht das eben nicht", sagt der 37-Jährige. An guten Tagen steht er die ganze Zeit nur an der Eismaschine hinter der Theke, ist es ruhiger, bedient der Chef seine Kundschaft persönlich. Ein Motorradunfall vor zehn Jahren sorgte für die berufliche Kehrtwende des studierten Lebensmittelchemikers.

Mit der Idee einer eigenen Eisdiele habe er vorher schon gespielt, als das Büdchen an der Schulstraße in Stürzelberg damals frei wurde, setzte er sie in die Tat um. Er bestellte sich eine Eismaschine nach Hause und begann mit dem Ausprobieren. "Mit Haselnuss habe ich angefangen", sagt Potocnik. Und dann wurde die Vielfalt immer größer. Mehr als 200 Sorten habe er seitdem getestet. Mal lässt er sich von Cocktails und Longdrinks inspirieren, mal äußern Gäste ihre Wünsche. Im Winter wird?s weihnachtlich mit Bratapfel-, Spekulatius- oder Lebkuchen-Eis.

Als Rohkostvegetarier achtet der 37-Jährige sehr auf seine Ernährung, und er beweist, dass auch eine Süßspeise wie Eis sich gesundheitsbewusst herstellen lässt. Das Fruchteis besteht aus 80 Prozent Früchten, die soweit möglich von Bauern aus der Region stammen. Der Fruchtzucker sorgt für die besondere Cremigkeit. Selbstgemacht ist nicht nur die Erdbeersoße, auch die Nüsse werden für das Eis eigenhändig geknackt, geröstet und gewalzt.

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