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Dormagen: Ministerium stellt klar: Digitalfunk ist Sache der Stadt

Dormagen : Ministerium stellt klar: Digitalfunk ist Sache der Stadt

Jetzt ist es offiziell: Die Stadt Dormagen darf die "Vorhaltende Stelle" für die Feuerwehr-Digitalfunkgeräte sein. Darüber hatte es wochenlang Streit mit dem Rhein-Kreis gegeben.

Der wollte die Beschaffung und die Werkstatt, in der die Geräte programmiert und instandgehalten werden, im Kreis ansiedeln.

"Das macht keinen Sinn", bekräftige Dormagens Feuerwehr-Chefin Sabine Voss gestern. "Wir haben bereits eine Werkstatt und Leute, die eingearbeitet sind. Warum sollten wir die Aufgabe also abgeben?" Auch Dormagens Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann hatte darauf hingewiesen, dass die Pläne des Kreises, eine eigene Werkstatt aufzubauen, eine "Verschwendung von Ressourcen" darstelle.

Mit einem Schreiben vom 5. April hat das Innenministerium nun klargestellt: "Da die Gemeinden als Träger des Feuerschutzes auch digitale Endgeräte vorhalten, muss ihnen die Funktion der Vorhaltenden Stelle zukommen."

Insgesamt 1000 Geräte könnten in Dormagen gewartet und instand gehalten werden, berichtete Voss gestern. Gemeinsam mit der Neusser Feuerwehr arbeite sie nun daran, die "interkommunale Zusammenarbeit" zu stärken. "Wir sollten Aufgaben aufteilen. Die eine Wache wäscht alle Schläuche, die andere repariert und prüft sie, die nächste kümmert sich für alle um den Atemschutz. Im Moment macht jeder alles für sich."

(stl-)