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Ursula von der Leyen in Dormagen: Ministerin "im Herzen des Rheinlands"

Ursula von der Leyen in Dormagen : Ministerin "im Herzen des Rheinlands"

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen begeisterte Dienstagabend in der voll besetzten "Kulle" ihr Publikum, das nicht nur aus CDU-Anhängern bestand. Sie warb um Unterstützung für den Bundestagskandidaten Hermann Gröhe.

Als CDU-Generalsekretär ist Hermann Gröhe selbst "bundespolitische Prominenz", allerdings ist der Neusser so oft in seinem Wahlkreis Dormagen, Rommerskirchen, Neuss und Grevenbroich unterwegs, dass seine Besuche "fast schon zu selbstverständlich sind", wie Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann sagt. Am Dienstag hatte Gröhe mit Ursula von der Leyen eine Bundesarbeitsministerin nach Dormagen geholt, die in der voll besetzten "Kulle" nicht nur die CDU-Anhänger begeisterte.

Mit einer klar strukturierten Rede, in der sie 40 Minuten lang die Vorzüge der Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel hervorhob, machte sie klar, dass sie den Kurs der CDU für den einzig richtigen in Steuer-, Wirtschafts-, Familien- und Rentenpolitik hält. Der Dormagener CDU-Vorsitzende André Heryschek begrüßte die Ministerin "im Herzen des Rheinlands", während Hermann Gröhe im "starken Industrie-Standort Dormagen" die Losung ausgab: "Wir wollen, dass dieses Land in der Erfolgsspur bleibt, dazu gehören sowohl Wirtschaftskraft als auch soziale Verantwortung."

Diese Punkte griff auch die Ministerin auf, indem sie soziale Gerechtigkeit und ein Festhalten an der Haushaltskonsolidierung ohne Steuererhöhungen forderte: "Mit uns gibt es keinen Raubzug in der Mitte der Gesellschaft, wie ihn die SPD mit ihrer Steuererhöhungs-Orgie vorhat." Der Mittelstand müsse geschützt werden, um die Arbeitslosigkeit weiter einzudämmen: "Unser Ziel bleibt Vollbeschäftigung", sagte von der Leyen. Die Mindestlohn-Frage könne nicht politisch, sondern nur tariflich festgesetzt werden: "Gabriel, Gysi und Trittin verstehen vom Mindestlohn so viel wie eine Kuh vom Geigespielen", sagte die Ministerin. Die Familien seien zu unterstützen, daher werde die CDU am Ehegattensplitting festhalten, den Kinderfreibetrag und das Kindergeld erhöhen, auch die Mütterrente sei zu niedrig. Mit einem Plädoyer für Investitionen in Europa, um Frieden zu erhalten, und der Aufforderung an die Wähler "Wer Frau Merkel als Kanzlerin will, muss mit beiden Stimmen CDU wählen", schloss sie ihre Rede — die Besucher applaudierten stehend.

Nachdem Ursula von der Leyen bereits in Neuss aufgetreten war, wollte Hermann Gröhe nun Dormagen als Veranstaltungsort den Vorzug geben: "Sie hat den Ton sehr gut getroffen und war sehr lebensnah", lobte Gröhe die Ministerin, die auch den Dormagener Bürgermeister überzeugte: "Sie hat hervorragend argumentiert und war sehr schlüssig in ihren Ausführungen, so dass es Spaß gemacht hat, ihr zuzuhören", sagte Hoffmann. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zeigte sich beeindruckt von der "Präsenz" der Ministerin, die auch Dezernentin Tanja Gaspers beeindruckte: "Ursula von der Leyen hat energievoll gesprochen und alles auf den Punkt gebracht."

(ac)